1. Sicherheit hat höchste Priorität

    Es darf kein Geschoss außerhalb des Kugelfangs auftreffen

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    Oerlinghausen (kd). Beim Schießen legt die Oerlinghauser Schützengesellschaft großen Wert auf Sicherheit. Um die Auflagen zu erfüllen, wird viel ehrenamtlich geleistet. Soeben entstand ein neuer Kugelfang. "Im vergangenen Jahr hat der Bund die Auflagen noch einmal erhöht", berichtete Schießoffizier Frank Unterkötter. "Die Kreispolizeibehörde überprüft regelmäßig, ob die Vorgaben auch eingehalten werden." Die veränderten Richtlinien machten auch einen neuen Kugelfang für den Schießstand des Kinderadlers erforderlich. Seit Anfang April waren Unterkötter mit Oliver Fietz und Jürgen Mester in ihrer Freizeit damit beschäftigt. Aus Holz und Metall fertigen sie eine zwei mal zwei Meter große Konstruktion. Jetzt durchschlagen die Geschosse eine Stoffbespannung, bevor sie auf eine Metallwand treffen. Danach fallen die Bleireste herunter und werden in einer Rinne aufgefangen. "Ganz wichtig ist, dass es keine Rückpraller gibt", erklärte Unterkötter. Dazu wurde auch die Lafette für das Gewehr konstruiert. Die Waffe wird jetzt so eingestellt, dass die senkrecht im Winkel von 20 Grad auftreffen. Das Gewehr ist fest eingestellt, so dass die Geschosse ausschließlich im Kugelfang landen. Wegen einiger Vorkommnisse bei Schützenfesten achten die Behörden inzwischen noch mehr auf ein gefahrloses Schießen. "Deshalb war in diesem Jahr ungewöhnlich viel zu tun", sagte Unterkötter. "Viel Aufwand, den man hinterher nicht sieht." Auch am Schützenfestmontag ist er von sechs Uhr morgens bis 19 Uhr am Abend am Schießstand anzutreffen. Während alle übrigen Schützen sich über die Scherze der Juxtruppen amüsieren, richtet Unterkötter die Waffe ein und achtet darauf, dass alles korrekt abläuft. "Die Vorführungen auf dem Rathausplatz habe ich deshalb noch nie gesehen", sagte er. Die Sicherheit geht eben vor.

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