Lemgo. Die "Lippische Gesellschaft für Politik und Zeitgeschichte" wird zukünftig in unregelmäßigen Abständen ein neues Veranstaltungsformat anbieten: "Politik am Samstagvormittag". Grundsätzliche politische Fragestellungen werden in Gesprächsrunden mit namhaften Gesprächspartnern erörtert und mit den Gästen diskutiert. Am kommenden Samstag, 2. Juli, findet die Veranstaltung zum ersten Mal ab 10.30 Uhr im Café Vielfalt (Mittelstr. 6) statt. Das Premierenthema lautet:
"Digitalisierung von Staat und Gesellschaft – Chancen und Risiken". Der stellvertretende Vorsitzende der Lippischen Gesellschaft für Politik und Zeitgeschichte, Friedrich Wilhelm Held, schreibt dazu: "Digitale Kommunikation und Information sind in all ihrer Vielfalt längst zu einem wichtigen Thema unseres Lebens geworden. Digitalisierung löst viele unserer gewohnten Lebensbedingungen ab. Das neue Maschinenzeitalter rückt in Form von Big Data und unsichtbaren Mikrochips an. Mag sein, dass wir eines Tages nicht mehr unterscheiden können, was Mensch und was Maschine ist?" (Ruhrtriennale 2016) So eine Aussage weckt die Neugier, macht aber auch Angst. Damit verbindet sich zugleich die Frage nach der Notwendigkeit einer gestaltenden menschlichen Steuerung im Sinne des Förderns und Untersagens in einer lebenswerten, sozialen und demokratischen Gesellschaft. Als kompetente Gesprächspartner sind eingeladen: Hartmut Beuß (Düsseldorf), Beauftragter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen für Informationstechnik (CIO), und Peter Klinger, Dozent an der Fernuniversität Hagen.