Detmold-Heiligenkirchen (ck). Sein 70-jähriges Bestehen feiert der evangelische Kindergarten in Heiligenkirchen in diesem Jahr. Die Geburtstagsparty am vergangenen Samstag zeigte, wie jung, bunt und vielfältig die Einrichtung noch immer ist.
Die Leiterin des evangelisch-reformierten Familienzentrums Heiligenkirchen Vera Sarembe-Ridder hat gemeinsam mit ihren Kolleginnen geplant, organisiert und eingeladen. "Wir hatten zunächst doch Sorge wegen des Wetters. Aber pünktlich zum Start des Festes kam die Sonne heraus. Trotzdem wurde einige Aktionen ins Haus verlegt." Viele Familien waren erschienen um mit dem Kindergarten zu feiern und genossen das vielseitige Angebot. Gudrun Martensen faszinierte mit Luftballonfiguren, die sie wunschgemäß mit gekonnten Griffen zauberte. Die Spielvereinigung Heiligenkirchen bot Kinderspiele an wie Bonbonwurfmaschine oder Wurfspiele auf eine "Burgwand". Der Deutsche Pfadfinderbund Jungenschaft "Theotmalli"–"Weiße Taube" hatten eine Slackline (Schlaffes Seil) im gegenüber liegenden Park gespannt. Ähnlich wie beim Seiltanz konnten hier die Kinder ihre Balance testen oder gemeinsam Seilspringen. Wer es lieber ruhiger und kreativer wünschte, der fand Gelegenheit dazu beim Basteln von Tiermasken, Jonglierbällen und Rasseln in einem Gruppenraum. Ein kleines Kinderkarussell war besonders beliebt bei den jüngsten Besuchern. Für jeden Geschmack war etwas dabei. Die AWO-Strickgruppe stellte ihre Produkte zum Kauf aus. Ein Süßigkeitenstand lockte mit bunten Leckereien. Aber auch herzhaftere Angebote wie Pommes und Würstchen fanden ihre Abnehmer. Crêpes, Popcorn und Kuchen wurden an den Bierbänken gemeinsam verputzt. Wer es gesünder wollte, konnte am Obststand neben vielen anderem gesunde Obstspieße finden. Im Untergeschoss des Kindergartens hat sich der Mitmachzirkus "Oh Larry" eingerichtet. "Eigentlich wollten sie draußen ein Zelt aufbauen, aber die Wiese war einfach zu nass", erzählt Sarembe-Ridder. Aber das tat der lustigen Unterhaltung keinen Abbruch. Einige der Kinder verwandelten sich in wilde Löwen und kamen durch einen Krabbeltunnel auf die Bühne und durften mal so richtig gefährlich brüllen. Dann wieder wurden atemberaubende Seifenblasen produziert, die alle begeisterten. Die Kunststücke und Darbietungen sind so konzipiert, dass die kleinen Artisten immer mit viel Applaus aus bedacht wurden und als kleine Helden die Manege verließen. Vor 70 Jahren hat die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde die Trägerschaft für den Kindergarten übernommen. "Es ist schon etwas Besonderes, dass eine Kirchengemeinde auch in besonders schwierigen Zeiten, gerade in finanzieller Sicht, zu ihrer Kita steht", resümiert die Leiterin. Lange sei diskutiert worden in der Gemeinde. "Die Kinder sind unsere Zukunft" sei der Tenor der Gespräche gewesen und so wurde der Entschluss gefasst die Trägerschaft zu behalten.
