1. Viel Spaß beim Schrauben am Auto

    Fabienne Schwarz absolviert eine Ausbildung zur Kfz-Mechatronikerin

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    Detmold-Pivitsheide (ab). Ölwechsel machen, Motoren und Getriebe reparieren –das ist für Fabienne Schwarz Alltag. Die angehende Kfz-Mechatronikerin hat im vergangenen Jahr ihre Ausbildung zur Kraftfahrzeug-Mechatronikerin beim "Auto-Service-Pivitsheide" (A.S.P.) begonnen. Und das in einem noch immer typischen "Jungsberuf".

    Sie sei handwerklich begabt und habe daher lieber praktisch arbeiten wollen. "Es macht einfach Spaß, Autos zu schrauben", sagt die 18-Jährige. Das "Benzin im Blut" hat sie vom Vater geerbt, der ebenfalls Kfz-Mechaniker ist, ihre Mutter hätte sie lieber im Büro gesehen. Klar könne es auch schon mal körperlich recht anstrengend sein. Vor allem, wenn die Saisons der Reifenwechsel anstehen, und die schweren Räder montiert werden müssen, aber "das schafft man auch als Frau", betont Fabienne Schwarz. Auch werde es in der Zeit mal langweilig, wenn fast nur Reifenwechsel anstehen. Mehr Abwechslung und Spaß bietet da eine Inspektion, findet Fabienne. Auch ein Zahnriemenwechsel ist aufwendig und damit recht interessant. Über Facebook hatte Inhaberin Anja Grote den Ausbildungsplatz ausgeschrieben. Von den 20 Bewerbern kamen drei in die engere Auswahl. Nachdem Fabienne einen Probetag in der Werkstatt absolviert hatte, war der Chefin klar: Sie hat die Stelle! Dreieinhalb Jahre dauert die Ausbildung zur Kfz-Mechatronikerin. Neben dem handwerklichen Geschick sind vor allem Technikkenntnisse gefragt; schließlich sind heutzutage Autos vollgestopft mit Computern. Gute Noten in Mathe und Physik sind daher wichtig. Neben der praktischen Ausbildung im Betrieb ist alle vier bis fünf Wochen Berufsschule am Lüttfeld-Berufskolleg in Lemgo angesagt. Als Blockunterricht vier Wochen am Stück. Auch hier spielt die Praxis eine wesentliche Rolle. Sie ist die einzige Frau in der 19-köpfigen Klasse. Der Beruf ist nach wie vor eindeutig eine Männerdomäne: Laut Kreishandwerkerschaft sind nur 5,5 Prozent aller Azubis im Kreis Lippe weiblich. Nach der Ausbildung möchte Anja Grote Fabienne Schwarz gerne als Gesellin übernehmen. Man habe sich bewusst dafür entschieden, den eigenen Nachwuchs auszubilden, erklärt Anja Grote.

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