1. Radeln in Schritttempo

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    MÜNCHEHAGEN (jan). Die Sanierung der Bundesstraße 441 in der Ortsdurchfahrt Münchehagen ist in der jüngsten Sitzung des Rehburg-Loccumer Stadtrates beschlossen worden. Lediglich Münchehagens Ortsbürgermeisterin Renate Braselmann hat dagegen gestimmt.

    Die Sanierung fällt eigentlich nicht in den Zuständigkeitsbereich der Stadt – die Straße gehört dem Bund, der auch für die Arbeiten daran verantwortlich ist und diese aus seinen Mitteln finanziert. Zur Diskussion in den städtischen Gremien ist diese Sanierung allerdings gekommen, da die Stadt einige gestalterische Elemente einbringen möchte. Das Pflaster der Gehwege und einige Bäume an den Gehwegen gehören dazu. Über diese Elemente hatte schon der Ortsrat Münchehagen beraten, bevor sie nun in der Stadtratssitzung beschlossen wurden. Zu Diskussionen mit der Einwohnerschaft hatte bereits zuvor in Münchehagen das Vorhaben des Bundes geführt, den bislang bestehenden Radweg dem Fußweg zuzuschlagen und stattdessen auf der Bundesstraße einen Schutzstreifen für Fahrradfahrer vorzusehen. Dieses habe dazu geführt, dass viele Bürger sie angerufen hätten, sagte Braselmann, die mit dieser Entscheidung nicht einverstanden seien, und aus diesem Grund stimme sie auch dagegen. Braselmann hatte an der Ortsratssitzung nicht teilnehmen können. Die übrigen Mitglieder des Rates sprachen sich für die Gestaltungselemente aus. Rehburg-Loccums Bürgermeister Martin Franke verwies gegenüber dem Rat darauf, dass der Fußweg sehr wohl auch künftig von Radfahrern genutzt werden könne – allerdings nur in Schrittgeschwindigkeit und mit Vorrang für die Fußgänger. Auf die Entscheidung des Bundes, den Schutzstreifen für die Radfahrer einzurichten, habe die Stadt keinerlei Einfluss.

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