1. 10.000 Euro für soziale Projekte

    Detmolder Lions haben ihren diesjährigen Sozialpreis vergeben

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    Detmold (ck). Der Lions-Club Detmold hat in einem festlichen Rahmen in der Loge der Sparkasse den Sozialpreis 2016 verliehen. 18 Projekte von 16 Anbietern standen zur Auswahl. Lions-Präsident Stefan Wolf sagte in seiner Eröffnungsrede: "Es ist wichtig über das Gute zu sprechen. Es geht hier heute um die Initiativen, die immer wieder mit viel Engagement tätig werden und sich für andere einsetzen. Das ist eines unserer Ziele, heute allerdings nur mittelbar als Spendengeber."

    Den ersten Preis erhielt die Bürgerstiftung Detmold, die im Rahmen des Projekts "Aus Flüchtlingen werden Detmolder" koordinierende Aufgaben bei der Verteilung der Spendengelder übernimmt. Außerdem wurde ein Konto eingerichtet, über das Spendengelder an zahlreiche kleinere Projekte für die aktuelle Flüchtlingshilfe weitergereicht werden. Kay Sandmann-Puzberg bedankte sich im Namen der Bürgerstiftung. Er sprach von persönlicher Motivation, ausgehend von einer privilegierten Situation, die es ermöglicht anderen helfen zu können, denen es nicht so gut geht. Mit den 6.000 Euro Preisgeld soll schnell und pragmatisch geholfen werden. Der zweite Preis ging an das Chileprojekt der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. In Kooperation mit der südchilenischen "Fundacion Juan XXIII" wird unter der Leitung von Studentinnen und Studenten die Sanierung der Sporthalle einer Kindertagesstätte geplant und begleitet. "Wir wollen etwas für diese Kinder tun. 2009 wurde das Projekt gegründet", erzählt Studentin Anita Altholtmar. In jedem Jahr übernehmen automatisch die nachrückenden Studenten. "Dadurch hat das Ganze auch Bestand, uns geht es um Nachhaltigkeit und wir wollen den Kindern in Chile Freude bringen, etwas von unserem Reichtum abgeben", so die Studenten, die dankbar die 3.000 Euro Preisgeld entgegennahmen. Den mit 1.000 Euro dotierten dritten Preis erhielt die Evangelisch-Methodistische Gemeinde Detmold für das Projekt "OASE". Ein Treffpunkt für sozial schwächere Menschen, die einmal in der Woche gemeinsam mit Gemeindemitgliedern essen, spielen und eine Andacht abhalten. "Glaube, der durch die Liebe tätig wird, das zeichnet uns Methodisten aus", erklärt Heinrich Schürig. Dabei begegne man sich mit den Gästen auf Augenhöhe. Sabine Traphöner ergänzt: "Die Gemeinde ist da lebendig, wo man zusammen isst." Pfarrer Christian Ritterbach, Mitglied der vierköpfigen Jury mit Schirmherrin Prinzessin Maria zu Lippe, Bürgermeister Rainer Heller und Pfarrerin Christa Willwacher-Bahr, hielt die Laudatio und dankte allen Preisträgern für ihr soziales Engagement. Gleichzeitig dankte er dem Lions-Club, der überall da helfe, wo es sinnvoll und wichtig ist. Auch im nächsten Jahr werde der Sozialpreis ausgelobt. "Die sozialen Probleme sind vielfältiger geworden, aber die Qualität der Projekte hat sich verbessert." Außerdem betonte Ritterbach, dass jeder die Chance auf einen Preis hat, auch kleinere Projekte.

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