Lügde (afk). Noch ist es mehr als neun Monate Zeit bis zum nächsten Osterräderlauf 2017. Aber die Dechen sind das ganze Jahr über mit Tätigkeiten beschäftigt, die sich um das Brauchtum drehen. Zurzeit hat die Natur ihren Anteil zu leisten, denn auf einem Feld am Osterberghand wächst derzeit das spezielle Langhalm-Roggengetreide, das das benötigte Stroh zum Stopfen der Osterräder am Ostersonntag des kommenden Jahres liefern wird.
"Bisher sieht alles gut aus", stellte Dechen-Pressesprecher Dierer Stumpe bei einer Besichtigung des Feldes vor wenigen Tagen fest. "Selbst das Unwetter mit Sturm und Starkregen hat hier keinen Schaden angerichtet." Jetzt hoffen die Brauchtumshüter natürlich darauf, dass das Getreide noch weiter gut reift. Anfang August soll es dann geerntet werden. Im September wird es gedroschen und dann die Frucht vom Halm getrennt. Das Stroh wird in der Dechenscheune am Dallensenweg eingelagert. Hier liegt auch die stille Reserve des Dechenvereins, die dafür vorgesehen ist, dass tatsächlich mal in einem Jahr nicht genügend Stroh zur Verfügung stehen kann. Bisher ist dieses Szenario allerdings noch nie eingetreten.
