Bad Salzuflen (rto). Zum zweiten Mal fand die Auszeichnung vorbildlicher Umwelt- und Klimaschützer auf dem Umwelttag an der Heerser Mühle statt. Zuvor mussten die Preisträger eine halbe Stunde warten. Frank Göthel baute mit seinem Team in aller Ruhe vor den wartenden und sitzenden Akteuren die Technik für die späteren Auftritte der Bands der Musikschule auf. Der Vorsitzende des Fördervereins des UWZ, Dr. Peter Bausch, entschuldigte sich danach bei den Wartenden die schon anfingen zu protestieren und meinte, man müssen noch lernen und im nächsten Jahr würde das besser klappen.
Danach ging es dann los. Elf Gruppen und Einrichtungen wurden einzeln aufgerufen und stellten ihre Aktionen vor. Sie alle erhielten einen kleinen Anerkennungspreis. Salzuflens Bürgermeister Roland Thomas, Joachim Licht als Vorsitzender des Klima- und Umweltausschusses sowie Christoph Vieregge von der Sparkasse Lemgo überreichten die Preise. Die Preisträger waren auch in diesem Jahr wieder durchweg alte Bekannte. Die ausgezeichneten Gruppen und Einrichtungen reichen seit Jahren ihre Projekte ein. Mit einer Besonderheit traten die ”Wald- und Wiesenräuber” des Umweltzentrums auf die Bühne. Andreas Behrens und die Kinder brachten eine zahme junge Dohle mit. Die sei aus dem Nest gefallen berichtete der Leiter der Gruppe. "Und da wir, wie eben gehört, für alles Experten sind, kümmern wir uns auch um Vögel, die aus dem Nest gefallen sind", fügte der Gruppenleiter schmunzelnd hinzu. Die größte Gruppe der Ausgezeichneten war die Gemeinschaft aus KiTa Mix Max, und der Grund- und Realschule Aspe. Die drei Einrichtungen betreiben seit Jahren gemeinsam das ”Grüne Klassenzimmer” im Schulzentrum. Hier lernen Kinder aller Altersgruppen gemeinsam über die Natur und lernen durch eigenes Anwenden. Weiter wurden die BUND-Ortsgruppe Bad Salzuflen für ihr 30-jähriges Bestehen, in der sie vielfältige Aktivitäten entwickelt hat und für ihren Amphibienschutz und die Biotoppflege ausgezeichnet. Der Imkerverein bekam die Auszeichnung für seine Anlage von blühenden Inseln. Um gegen den Trend der immer beliebter werdenden Steinwüsten-Gärten anzutreten, verteilten die Imker an diesem Tag auch kostenlose Samentütchen mit bunten Wiesenblumen. Für ihre Aktivitäten im Umweltschutz wurden auch der Bürgerverein Wülfer-Bexten und die Seniorengruppe im Umweltzentrum gelobt. Die KiTa Arche Noah in Wüsten, eine Einrichtung der Fürstin- Pauline-Stiftung bekam den Preis für die naturkundliche Erziehung der Kinder. Kinder der Grundschule Knetterheide berichteten über ihr Papier-Projekt und die Kinder der Grundschule in Holzhausen über Arbeiten in ihrem Schulgarten.
