1. Tausendfüßler feiert Geburtstag

    Kita blickt am Samstag auf eine 20-jährige Geschichte zurück

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    Lügde (afk). Eine Feier zu einem runden Geburtstag steht in Lügde an: Die Kita Tausendfüßler der AWO besteht nunmehr seit 20 Jahren. "Wir werden das als einen normalen Geburtstag in Form eines Sommerfestes feiern. Das Jubiläum ist ja erst in fünf Jahren", sagt Manuela Brandt, die von Beginn an (damals noch unter ihrem Mädchennamen Toeberg) dort tätig ist. Am Samstag, 18. Juni, wird von 15 bis 18 Uhr ein "zauberhaftes Fest" mit einem Zauberer, einem Zauberwald, Leckereien aus der Zauberküche, Kinderschminken und Luftballontieren gefeiert.

    Anfang 1996 hatten die Bauarbeiten an dem neuen Kindergarten begonnen. Das Investitionsvolumen von zwei Millionen D-Mark (1 Million Euro) bezuschussten das Land Nordrhein-Westfalen und der Kreis Lippe mit je 850.330 Mark. Die Stadt Lügde steuerte weitere 300.000 Mark dazu. Allerdings konnte der bei der Grundsteinlegung ins Auge gefasste Einweihungstermin am 1. August 1996 nicht eingehalten werden. Aber am 16. September war es dann soweit: Die Einrichtung nahm mit 5,5 Erzieherinnen und zwei Ergänzungskräften unter der Leitung von Sabine Wanger ihren Betrieb auf. Damals war die Einrichtung ausgelegt für 60 Kinder. Davon waren acht Kinder "U3" und zehn Hortkinder (Schulkinder, die nach der Schule und in den Ferien betreut wurden). "Wir waren die erste Einrichtung, die damals eine U3-Betreuung und auch Mittagessen anbot", erinnert sich Manuela Brandt. "Nicht alle hatten dafür Verständnis. Heute gehört das längst dazu." Schon kurz nach der Eröffnung musste die Kita aber schon erweitert werden, weil erheblich größerer Bedarf an Kita-Plätzen bestand. Mittlerweile sind im Tausendfüßler rund 50 Kinder, 17 davon sind U3-Kinder. Vor einigen Jahren haben sich die AWO-Kita Tausendfüßler, die städtische Kita Pusteblume und die katholische Kita St. Marien zu einem Familienzentrum zusammengeschlossen. Die daran beteiligten Kitas (ergänzt um die städtischen Kita Sabbenhausen und Falkenhagen) stellen einen organisatorischen Zusammenschluss dar, der sich bestimmte Qualitätsstandards auferlegt hat. Das Familienzentrum arbeitet außerdem mit verschiedenen Kooperationspartnern zusammen. Auch für Familien, deren Kinder die Einrichtungen nicht besuchen, sind die Angebote des Familienzentrums offen. Der ständig wachsende Bedarf an Kita-Plätzen führte bei der AWO-Kita dazu, dass im Laufe der Jahre immer wieder kleine bis größere Veränderungen vorgenommen werden mussten, indem zum Beispiel Räumlichkeiten neu zugeschnitten und dem Bedarf angepasst wurden. Auch das Spielmaterial und das Mobiliar wurde auf U3-Kinder umgestellt. Das enge, schmal geschnittene Grundstück ließ nur bedingt Erweiterungen zu. 2003 wurde der Spielplatz von Grund auf erneuert. Bemerkenswert ist die geringe personelle Veränderung: Sabine Wanger als Leiterin hatte bei der Eröffnung 1996 schon Manuela Brandt (Toeberg) und Corinna Klemme (geb. Dobroschke) an ihrer Seite, die auch heute noch dabei sind. Zur Start-"Frauschaft" gehörte ferner Tanja Edler. Bis 1999 blieb man in dieser Besetzung zusammen, dann übernahm Anke Dettmer die Kita für ein Jahr, ehe sie die Leitung an Manuela Brandt abtrat, die seither bis heute in dieser Funktion tätig ist. Seit sie Teilzeitbeschäftigt ist, teilt sie sich die Leitungsaufgaben mit Marianne Otten. 1997 stieß Gaby Brannolte dazu, die wie Kathrin Paskarbeit (ab 1999) bis heute im "Tausendfüßler" zum Stammpersonal gehört.

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