1. Musik, wie für einen Sommerabend gemacht

    Konzerte des Marianne-Weber-Gymnasiums begeistern und überraschen

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    Lemgo (nr). Wollte man die Stimmung, die in der Aula wogte, auf Worte übertragen, müssten sie tanzen. Die beiden Sommerkonzerte des Marianne-Weber-Gymnasiums waren eindrucksvoll, voller bunter Klangfarben und so lebendig, dass es der reinste Genuss war, zuhören zu dürfen. Was die über 250 Schüler und ihre musikalischen Leiter am Dienstag- und Mittwochabend darboten, überzeugte wirklich alle Zuhörer in der jeweils restlos ausverkauften Aula.

    "Was wären wir ohne die kreativen Köpfe dieser Erde", hatte der stellvertretende Schulleiter Jobst Flörkemeier gesagt – und das trifft eben nicht nur auf die bekannten Komponisten zu. Wer erwartet bei einem Sommerkonzert schon die Uraufführung eines Stückes, das von einem Schüler der 8. Klasse komponiert worden ist? Linus Mahler gehört auch zu diesen kreativen, musikalischen Köpfen und hat in kürzester Zeit das "Opening" komponiert, es anschließend gleich noch für das Schülerorchester Lemgo arrangiert und erntete dafür verdiente Begeisterung. Diese Begeisterung zog sich dann wie ein roter Faden durch einen wunderbar musikalischen Abend. Das Schülerorchester unter der Leitung von Friedemann Engelbert spielte leise und getragen, wie bei Lionel Richies "Hello", oder mit viel Rhythmus und Swing bei Paul Desmonds "Take five". Der Oberstufenchor wusste ebenso zu überzeugen: Das lebhafte, spielerische "Funiculi-Funicula" gelang ebenso wie das unglaublich sanfte "She‘s always a Woman to me" von Billy Joel oder "Bohemian Rhapsody" von Queen. Mit viel Rhythmus zogen auch Unterstufen- und Mittelstufenchor und Instrumental-AG mit Songs wie "Ice in the Sunshine" von H.J. Copp, "Nur noch kurz die Welt retten" von Tim Bendzko oder "Jungs gegen Mädchen" aus dem Film "Bibi und Tina" das Publikum in ihren Bann. Ganz anders, aber nicht minder gut waren die klassischen Elemente, die das Schülerorchester Lemgo mit Georg Philipp Telemanns Konzert e-Moll für Flöte (Solistinnen: Loni Behrend/Querflöte und Franziska Vieregge/Violine) oder – gemeinsam mit der "Vielharmonie"– mit Bedrich Smetanas "Die Moldau" vortrug. Und immer wieder gab es diese kleinen, feinen Überraschungen, wie zwei Stücke von George Gershwin, die Johannes Krah dem Klavier mit viel Hingabe entlockte oder auch dem eigentlich traditionellen "Jetzt fahr‘n wir über‘n See", das Unterstufenchor und Instrumental-AG mal jazzig interpretierten, die für die besondere Note der zwei Konzertabende sorgten und sie zu einem rundum gelungenen Erlebnis machten.

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