1. Erfolgreiches Jahr für den TBV

    Handball und Klassenerhalt der Bundesliga machen Sorgen

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    Lemgo (nr). Auf ein relativ erfolgreiches Jahr kann der TBV zurückblicken: Während im Breitensport und auch auf organisatorischer Ebene positive Entwicklungen zu verzeichnen sind, macht einzig die Sparte Handball und der Klassenerhalt der Bundesliga dem Verein Sorgen. Bei der Jahreshauptversammlung haben dennoch vermehrt positive Mitteilungen und einige Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft im Zentrum gestanden.
Der TBV-Vorsitzende, Dr. Burkhard Pohl freute sich, eine positive Bilanz vorlegen zu können. Besonders hell strahle der Stern der Fußballsenioren als zweitbeste Kreisligamannschaft bundesweit. Auch die 2. Mannschaft habe sich in Kreisliga A prächtig etabliert. Im Jugendbereich habe man die Bezirksklasse halten können und hoffe auf einen Aufstieg im C-Bereich. Die Landesliga hingegen sei noch etwas zu hoch gewesen. 
Im Handball sehe es dagegen sorgenvoller aus. Dem Klassenerhalt des Bundesligateams stünden Abstiege bei den Handballmännern und -frauen gegenüber. Mit einem Seniorenteam weniger werde man im nächsten Jahr an den Start gehen. Norbert Wolf sprach von "Verletzungspech auf allen Ebenen". Dagegen habe die A-Jugend die Qualifizierung für die Bundesliga geschafft, die C-Jugend sich für die Oberliga qualifiziert und die weibliche E-Jugend sei Kreismeister geworden. 
Highlights waren das 30. Bundesliga-A-Junioren-Masters – erstmals auf Kunstrasen – und der Rekordbesuch bei "Lippe tanzt". Die Cheerleader konnten eine Nachwuchsgruppe gründen und auch die Parcour-Gruppe habe sich so positiv entwickelt, dass ein zweiter Termin eingerichtet worden sei. Volleyball, Tanzen und Leichtathletik sind von den Mitgliederbewegungen stabil geblieben, die Abteilungen aber weiterhin auf der Suche nach neuen Mitgliedern. Für die LG Lemgo gibt es zudem Schwierigkeiten, am Walkenfeld zu trainieren, da die Braker den Platz für sich beanspruchen würden und es in ganz Lemgo keine adäquate Alternative gebe.
Angesichts der verstärkt auftretenden Konkurrenz durch andere Sportvereine, und da insbesondere des TV-Freizeitzentrums, seien die Mitgliederzahlen (zurzeit 1.235), zwar nicht optimal, aber relativ stabil. Das sei einem veränderten Freizeitverhalten zu schulden, wie Pohl erklärte. Beim Wettbewerb um Sponsorenmittel fische die TBV-Bundesliga viele Mittel weg. Dennoch habe sich die Finanzlage des TBV stabilisiert und schloss mit einem Plus von 12.000 Euro ab.
Auch in der Verwaltung hat der TBV aufgestockt und als neue Mitarbeiterin für Mitgliederverwaltung und Außendarstellung Sara Ullrich gewonnen. "Wir merken jetzt schon, wie sehr uns das unterstützt", betonte Dr. Burkhard Pohl. "Ein Verein von der Größe des TBV kann nicht mehr allein auf ehrenamtlicher Basis geführt werden." Neu im Vorstand ist Angela Ewert (Cheerleaderin und Trainerin). TBV-Zentrum soll das Gebäude am Jahnplatz werden, das unlängst und auf Wunsch der Fußballabteilung ein Regendach erhalten habe. Künftig werde die Verwaltung des Jahnplatzes wieder in den Händen der Stadt liegen, was es für die Verwaltung einfacher, gestaltungstechnisch aber schwerer machen würde. Ein nächster großer Schritt sei es, den Erdhügel vor der Parkpalette abzutragen, dazu stehe der Verein jedoch noch in zähen Verhandlungen mit der Stadt.

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