1. Vom Studio direkt nach Frankreich

    Die aufregenden Tage des sechsjährigen Lügders Elias Tappe

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    Lügde/Berlin (afk). In der neuen RTL Sonntagabend-Show "Mensch Gottschalk- das bewegt Deutschland" musste sich der Lügder Elias (6) noch mit der Pappsilhouette seines Lieblingsspielers Thomas Müller vom FC Bayern begnügen. In wenigen Tagen könnte sein Traum schon Wirklichkeit werden, seinen Star in das Stadion "Stade Pierre Mauroy" in Lille zum EM-Eröffnungsspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Ukraine zu eskortieren. Bei der Show ging sein Traum zumindest schon mal in Erfüllung.

    Als Einlaufkind an der Hand eines deutschen Fußball-Nationalspielers beim Auftaktaktspiel war er ausgewählt worden (wir berichteten). Zuvor war er aber schon am letzten Sonntag zusammen mit den zehn anderen ausgewählten Begleitkindern als Gast vor den Kameras zur abendfüllenden Show von Gottschalk nach Berlin eingeladen worden. Die Kinder hatten sich bei einem von McDonalds und der Bildzeitung ausgeschriebenen Wettbewerb mit ihren Gesangskünsten qualifiziert. Viel Zeit blieb nach Ankunft in der Bundeshauptstadt nicht: Die Kinder und ihre Eltern wurden am Nachmittag auf dem RTL-Gelände am Schiffbauerdamm in Berlin-Mitte erwartet. Kurze Probe für das Einlaufen der Jungen und Mädchen auf die Bühne – das war’s. Alles Weitere wurde spontan improvisiert. Um den Kindern bei der Live-Sendung längere Wartezeiten zu ersparen lag ihr Auftritt dann schon gleich am Beginn der Show. In einem Einspieler aus den Bewerbungsvideos von vier Kindern war Elias mit dabei. Als Jüngster und Kleinster aller ausgewählten Kids singt er darauf die Nationalhymne. Erst formvollendet die rechte Hand auf der linken Brustseite – und dann wechselte er während des Gesangs. "Das hat im Publikum für jede Menge Stimmung gesorgt", lacht Vater Markus. "Ich glaube wir hatten bei der Auswahl unseres Videos die richtige Wahl getroffen." Gottschalk selbst sprach in der Live-Sendung kurz mit den Kindern. Und auch Elias stand dem Showmaster Rede und Antwort. Gelegenheit zum Gespräch mit ihm blieb nicht, genauso wenig wie mit den anderen Mitwirkenden. Außer mit einem, und das freute Elias ganz besonders: der Sänger Mark Foster. Dessen Song hatte der kleine Lügder bei seiner Bewerbung, stilecht mit Basecap ausgestattet, als Zugabe gesungen. "Er war bei den Kindern und hat sich rührend um sie gekümmert", erzählt Papa Tappe. Der 32-jährige Foster singt nicht nur den offiziellen EM-Song des ZDF "Wir sind groß". Er ist zudem Pate der Begleitkinder-Aktion und wird die Jungen und Mädchen auch mehrfach in den kommenden Tagen in der Schweiz und in Frankreich treffen. Diese plötzliche Prominenz hat natürlich mediale Wellen geschlagen Bei Tappes lagen in den letzten Tagen Anfragen von Presse, Rundfunk und Fernsehen vor. "Das ist schon ganz schön viel", erzählt Mutter Mareike. Elias kriegt das allerdings in der Form noch nicht mit. "Viel wichtiger aber ist, dass es ihm Spaß macht und keine Belastung wird", sagt Vater Markus. "Von Berlin und allem Drumherum war er jedenfalls begeistert." Diese Begeisterung war dabei weniger aus der Fernseh-Studioatmosphäre erwachsen als vielmehr daraus, dass Elias als Kleinster und Jüngster aller elf Begleitkinder bei dieser Gelegenheit auch erstmals die anderen Kinder kennengelernt hat. Tappe: "Da haben sich sogar schon kleine Freundschaften gebildet." Auch die Eltern tauschten sich schon mal aus. Sie werden sich bereits am Mittwoch in Freiburg alle wiedersehen, wenn es von dort in den Folgetagen nach Frankreich zur Europameisterschaft geht.

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