Detmold (ck). Bereits zum fünften Mal hat das Team des Restaurants "jederman" für den guten Zweck Menschen bewirtet. Ursprünglich als Menü für Bedürfte gestartet, haben die Auszubildenden erneut für Asylbewerber aus Detmold gekocht.
Unter Anleitung des Küchenchefs Marco Dietel zauberten die sechs Auszubildenden wieder ein Drei-Gänge-Menü für 44 Asylbewerber, davon 14 Kinder. Gleichzeitig hatten sie die Tische einladend eingedeckt, geschmückt und mit den Namen der Gastfamilien versehen. Besonders stolz äußerte sich Geschäftsführer Frank Möllers über das soziale Engagement der jungen Menschen. "Nach dem Motto: Wenn wir schon einen Ausbildungsplatz bekommen habe, dann möchten wir auch benachteiligte Menschen einladen und etwas von unserem Glück abgeben." Das sei der Tenor der jungen Auszubildenden gewesen, erzählte Möllers stolz. "Diese Jugendlichen haben auf dem normalen Arbeitsmarkt keinen Ausbildungsplatz gefunden. Wir von der "Perspektive OWL" unterstützen sie, und demnächst haben schon die ersten beiden Jungköche ihre Abschlussprüfung", erklärt Möllers hochzufrieden. "Wir hier im ‚jederman’ arbeiten nicht gewinnorientiert, sondern legen Wert auf viele und gute Ausbildungsplätze", so Möllers weiter. Erst kurz vor Schluss der Bewerbungsfrist sucht der Verein Auszubildende, damit sie es vorher bei anderen Unternehmen versuchen. Im Vorfeld habe man die regulären Gäste des Restaurants durch Infozettel in der Speisekarte über das Vorhaben informiert, und es wurde laut Möllers reichlich gespendet. Einen Zuschlag von 500 Euro packte der Kreis Lippe drauf. Landrat Dr. Axel Lehmann war als Schirmherr eingeladen und verbrachte schöne Stunden während des Festessens. In seiner Festansprache dankte er dem gesamten Team für das Benefizessen, das er als ein Stück gelebte Solidarität bezeichnete. Die Gäste aus Syrien, Afghanistan, Iran und Albanien konnten aus drei Menü-Vorschlagen wählen. Für die jüngsten Gäste gab es eine Extra-Karte mit Geflügelspießen oder Fischstäbchen mit kindergerechten Beilagen. Der Landrat abschließend: "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Wir können den Asylbewerbern zuhören und uns nur in Ansätzen vorstellen, was es bedeutet, noch einmal ganz von vorne beginnen zu müssen."
