Lemgo (nr). Der Anfang ist gemacht. Die neu konzipierte und entstandene "Bildungsmeile Lüttfeld" verbindet auf einem für Fußgänger und Fahrradfahrer sicheren Weg die Bildungs- und Forschungseinrichtungen von der Bahnhaltestelle "Lüttfeld" bis zur Bunsenstraße oberhalb der Lipperlandhalle. In der vergangenen Woche wurde der Boulevard offiziell eröffnet. Es soll der erste Mosaikstein sein, um den "Innovation Campus" in Lemgo voranzutreiben. "Hier werden Synergien aus Bildung, Lehre, Forschung und Wirtschaft gebündelt", zeigte sich Landrat Dr. Axel Lehmann überzeugt. Er sieht in dem neuen Boulevard ein wichtiges Zeichen für eine Aufbruchstimmung zu einer noch größeren Attraktivität der lippischen Bildungslandschaft. Auch Bürgermeister Dr. Reiner Austermann betonte, dass die neue Bildungsmeile ein wichtiger Schritt zur Vernetzung der Bildungs- und Forschungseinrichtungen sei: "Das ist nur ein Mosaikstein einer viel größeren Idee. Wer die Zukunft gewinnen will, muss in Bildung investieren." Im Zuge der Arbeiten, zu denen auch die Verlegung von Fernwärme-, Gas-, Wasser- und Stromleitungen gehörten, vernetzte der Kreis Lippe in Kooperation mit der Hochschule die Einrichtungen am Boulevard mit Glasfaserkabeln. Optisch wird die neue Bildungsmeile durch ein Cortenstahlband begleitet, das sich vom "Auftaktplatz" am Lüttfeld bis zur Hochschule zieht. "Wenn man nicht in Infrastruktur investiert, kann man nicht wirklich wachsen", meinte Hochschulpräsident Dr. Oliver Herrmann. Am Campus in Lemgo werde schon heute eine einzigartige Kooperation realisiert, die Entwicklungen auf höchstem Niveau ermögliche. Die Bildungsmeile würde die Aktivitäten bündeln und den Campus zu einem einzigartigen Wissenschaftsstandort machen. Die Neugestaltung der Bildungsmeile schlägt mit 2,15 Millionen Euro zu Buche. Zusätzliche Kosten sind durch die Kanalarbeiten mit rund 380.000 Euro und Arbeiten an den Versorgungsleitungen mit 900.000 Euro entstanden. Bund und Land NRW beteiligen sich dabei mit 630.000 Euro an den Baukosten. Für die Umgestaltung konnten sich die Berliner Landschaftsarchitekten "K1" bei einem Ideenwettbewerb durchsetzen. Dabei kam relativ schnell Kritik am teuren Cortenstahlband und Lampen aus dem gleichen Material auf. Geschäftsbereichsleiter Stadtplanung und Bauen, Markus Baier ist von dem Material überzeugt: "Es ist funktional überragend und ästhetisch zugleich." Lediglich bei der Bepflanzung gab es Änderungen. So sind entlang des Boulevards keine Linden, sondern dem roten Cortenstahlband entsprechend, Blutbuchen gepflanzt worden.
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Erster Mosaikstein für Lemgoer "Innovation Campus"
2 Millionen Euro teure "Bildungsmeile Lüttfeld" eröffnet
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