1. Baubeginn des Parkhaus am Finanzamt

    180 Ersatzparkplätze wurden am Bahndamm eingerichtet

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    Detmold (ab). Die Planungen sind abgeschlossen, nun haben die Bauarbeiten für das neue Parkhaus neben dem Finanzamt begonnen. Bevor es richtig losgeht, muss allerdings erst eine Altlast aus dem Erdreich entfernt werden.

    Bereits in der vergangenen Woche hat ein Team des städtischen Bauhofs am ehemaligen Güterbahnhof 180 Ersatzstellplätze für die Mitarbeiter des Finanzamtes hergerichtet. Eine Fläche wurde dafür asphaltiert und geschottert und mit Beleuchtungen versehen. Gegenüber dem Kronenplatz können die Bediensteten dort während der Geschäfts- und Arbeitszeiten der Behörde mit einem entsprechenden Parkausweis hinter der Scheibe kostenlos parken. Ansonsten werden die Plätze zu den Konditionen des Kronenplatzes ganz normal bewirtschaftet und stehen jedermann zur Verfügung. Altlasten müssen raus Damit ist der Parkplatz am Finanzamt als Baufeld frei. Bevor der Parkhausbau beginnen kann, müssen allerdings Altlasten aus dem Boden entfernt werden, die bei Bohrungen gefunden wurden. Rund drei Meter tief wird ein Areal ausgekoffert, mehrere Hundert Kubikmeter Erdreich, die durch mineralische Kohlenwasserstoffe kontaminiert sind – Diesel, Benzin und Öle – werden dann zur Deponie transportiert. Woher die Verunreinigungen stammen, könne man nicht mit Gewissheit sagen, erklärt Detlef Wehrmann, Projektleiter vom Fachbereich Tiefbau der Stadt Detmold. Die alten Grundkarten der 1950er Jahre geben keinen genauen Aufschluss; damals habe es hier aber mal einen Omnibusbetrieb gegeben. Die Kosten der Maßnahme teilt sich die Stadt mit dem Grundstückseigentümer, dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW. Parkhaus ist das Herzstück Seit über 10 Jahren laufen Planungen zum Umfeld Röntgenstraße; immer im Schulterschluss mit dem Klinikum, so Uwe Rosemeier, Fachbereichsleiter Tiefbau der Stadt Detmold. Vor gut einem Jahr haben Stadt und Klinikum gemeinsam die Pläne für einen umfangreichen vierstufigen Umbau vorgestellt ("Lippe aktuell" berichtete). Schritt eins war die Renaturierung der Werre im Bereich Wotan- und Röntgenstraße und der Abriss der Parkpalette gegenüber dem Medicum. Die Maßnahme ist mittlerweile abgeschlossen. Die neu gestaltete Werre soll demnächst im Rahmen einer kleinen Feier der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Nun folgt mir dem Parkhausbau das Herzstück des Plans. In der kommenden Woche wird mit dem Bau der Brücke begonnen. Hierüber soll man später von der Röntgenstraße ins Parkhaus fahren können (eine weitere Zufahrt ist an der Wotanstraße geplant. Es sei sinnvoll, die Brücke zuerst zu bauen, um im weiteren Verlauf möglichst wenig über die Röntgenstraße abwickeln zu müssen, erklärt Detlef Wehrmann. Zunächst werden die Pfeiler und Widerlager gesetzt. Etwa in der zweiten Septemberhälfte wird der Stahlüberbau von einem Schwerlastkran draufgesetzt. Danach beginnt der eigentliche Parkhausbau, der Rohbau soll Ende des Jahres fertig sein. Die südliche Seite der Wotanstraße wird im Spätsommer umgebaut, damit man für die weiteren Arbeitsschritte am Bau Platz hat. Während der Bauphase wird die Wotanstraße zur Einbahnstraße. Pünktlich zur Andreasmesse wird diese Regelung aufgehoben. 2017 soll die Straße eine zusätzliche Linksabbiegespur zur Einfahrt ins Parkhaus bekommen. Im kommenden Frühjahr soll das Parkhaus fertig sein und bietet dann 495 Stellplätze; 175 davon sind für Finanzamtsmitarbeiter reserviert. Der Bau soll rund 4,5 Millionen Euro kosten. Einiges wird über Fördermittel finanziert, 10 Prozent zahlen Klinikum und Medicum. Im städtischen Haushalt ist der Bau mit 3,8 Millionen Euro auf zwei Jahre verteilt eingeplant. Im dritten Schritt wird 2017 die Röntgenstraße neu gestaltet und die Kanalisation neugebaut. Die erste Infoveranstaltung mit allen Anliegern sei sehr positiv verlaufen, meint Rosemeier. Ab 2018 ist die Kreuzung am Lemgoer Tor an der Reihe. Hier soll vor allem der Verkehrsfluss optimiert werden.

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