Lemgo (nr). Für die Schüler des EKG stellt sich nicht die Frage ob, sondern wie man nachhaltig in die Zukunft gehen kann. Eine Woche lang gingen sie in ganz unterschiedlichen Projekten der Frage nach, was Nachhaltigkeit eigentlich bedeutet. Die Ergebnisse der Projektwoche präsentierten sie vergangenen Samstag. Das Urteil hunderter Besucher: einfach toll und nachahmenswert.
In 28 Projekten, von der Verwertung von Lebensmittelresten, über "Upcycling – Neues Leben für gebrauchte Dinge" bis hin zu Untersuchungen zum virtuellen Wasserverbrauch von Produkten aus verschiedenen Ländern, präsentierten die Schüler, wie wichtig das weite Themenfeld "Nachhaltigkeit" für die Zukunft ist. "In den vielen Ideen der Schüler lässt sich leicht ablesen, dass nicht nur in der großen Politik über Nachhaltigkeit nachgedacht wird", so Schulleiterin Bärbel Fischer. "Und manches, das hier von den Schülern entwickelt und erarbeitet worden ist, könnte Trend werden." Überrascht war so mancher Besucher von der großen Ideenvielfalt: Die gebauten Hummelhotels auf dem Schulhofbereich fanden bereits Minuten nach Eröffnung reißenden Absatz. Nebenan bildete sich eine immer größere Menschentraube beim "Solar Soaring", dem Bau eines solarbetriebenen Modellmotorseglers. Technisch nicht minder spannend ging es auch bei den Erläuterungen zum Stratosphärenflug zu. Ein Wetterballon war – ausgerüstet mit Kameras, Sensoren und kleinen Flüssigkeitsexperimenten – bereits am 24. Mai mit Unterstützung von "Stratoflights" und dem "zdi" gestartet. "Für die Schüler war der Bau der angehängten Kapsel eine technische Herausforderung", erklärte Lehrer Klaus Deerberg. "Das Material muss Temperaturen um die minus 50 Grad Celsius standhalten. Da galt es zu planen, Skizzen anzufertigen und geeignetes Material zu finden." Während sich im Forum ein englisches Theaterprojekt und Musik aus Müll die Bühne teilten, konnte man nebenbei über Paperart staunen, sich über fair gehandelte Produkte informieren, Gewässerschutz am Beispiel der Bega in Lemgo erfahren oder auch lernen, was es heißt, nachhaltig einzukaufen. "Wir haben nicht nur viel gelernt, es hat auch viel Spaß gemacht", meinte Julia Starg, die sich gemeinsam mit Sarah Mietzner viel Know-how über den Treibhauseffekt angeeignet hatte. Gemeinsam präsentierten sie Plakate und einen kompliziert aussehenden Versuchsaufbau und erklärten präzise, was es mit dem Treibhauseffekt auf sich hat. Dass es viele Alternativen gibt, um nachhaltig in die Zukunft zu gehen, haben die Schüler des EKG jedenfalls sehr eindrucksvoll und mit viel Engagement bewiesen.
