1. Nicht für die Schule, sondern
für das Leben lernen

    Gesamtschule Aspe verabschiedet Konzept zur Berufsorientierung

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    Bad Salzuflen. Dass neben lebensnahen fachlichen Lerninhalten die Vorbereitung auf das Berufs- und Arbeitsleben in seiner Vielfalt als bedeutsamer Auftrag schulischen Handelns verstanden wird, zeigte das kürzlich von der Schulkonferenz der Gesamtschule Aspe verabschiedete Konzept. Die ersten Schülerinnen und Schüler der Bad Salzufler Gesamtschule werden in diesem Sommer nach sechs gemeinsamen Jahren Schulzeit in das "wahre Leben" entlassen. Die Schülerinnen und Schüler aus fünf zehnten Klassen unterziehen sich im Moment den zentralen Abschlussprüfungen in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Ende Juni heißt es dann für viele Abschied von guten Freunden zu nehmen und sich an anderen Lernorten neuen Herausforderungen zu stellen. Erste Erfahrungen in der Arbeitswelt haben alle Schülerinnen und Schüler bereits in den letzten sechs Jahren durch die Teilnahme an den Boys’ und Girls’ Days, die Praxistage in der regionalen Industrie und nicht zuletzt die zwei großen Betriebs-und Berufspraktika in der 9. Jahrgangsstufe gesammelt. Diese bilden dann auch das Kernstück des nun von der Schulkonferenz verabschiedeten Konzepts zur Berufs- und Studienorientierung, das in enger Verzahnung mit dem Unterricht im Fach Wirtschaftslehre steht.

    Weitere Bausteine des Konzepts sind zum Beispiel Betriebserkundungen in der Küchenindustrie, Potenzialanalysen, der Besuch von Job-Messen und das Bewerbungstraining. Dieses findet immer im Frühjahr für die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen statt. Dabei üben die Schülerinnen und Schüler realistische Selbsteinschätzungen durch die Erstellung von Stärken- und Schwächeprofilen, bereiten sich auf schriftliche Einstellungstests vor und diskutieren Benimmregeln und das Auftreten im Vorstellungsgespräch. Ein besonderer Höhepunkt war die Simulation von Vorstellungsgesprächen, die per Video aufgezeichnet wurden, und die sich daran anschließende Analyse und das Feedback der Trainer und Klassenkameraden. Mehr als ein Drittel aller Zehntklässler bleibt an der Gesamtschule, um hier in drei Jahren das Abitur abzulegen. Auch für sie wird es eine intensive Begleitung bei der Studienorientierung geben.

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