1. Von Schwalenberg nach Berlin

    Ausstellung wird am 5. Juni in der Bundeshauptstadt eröffnet

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    Schwalenberg/Berlin (la/lig). Die Beziehungen Berliner Künstler zur Malerstadt Schwalenberg werden demnächst auch in der Bundeshauptstadt in einer Ausstellung zu sehen sein. Außenminister Frank-Walter Steinmeier übernimmt die Schirmherrschaft der Ausstellung.

    Im Jahr 2013 wurde in der Malerstadt Schwalenberg eine Doppelausstellung unter dem Titel "Sommerfrische – Berliner Künstler in Schwalenberg 1890 bis 1950" und "Sommerfrische-reloaded – zeitgenössische Berliner Positionen" gezeigt. Erarbeitet haben die Ausstellung die Liwppische Kulturagentur des Landesverbandes Lippe, und der Verein Berliner Künstler, mit Dr. Mayarí Granados vom Landesverband Lippe und Helga Ntephe vom Verein Berliner Künstler als Projektleiterinnen. Außenminister Frank-Walter Steinmeier übernahm die Schirmherrschaft. Erstmals wurden hier die wechselseitigen Beziehungen zwischen Berliner Künstlern und der Malerstadt Schwalenberg beleuchtet. Die Ausstellung geht nun nach Berlin, wo sie am 5. Juni um 11.30 Uhr in der Spandauer Zitadelle eröffnet wird. Frank-Walter Steinmeier ist auch hier Schirmherr und Frank Jahnke, Vorsitzender des Ausschusses für Kulturelle Angelegenheiten, Abgeordnetenhaus Berlin, wird ein Grußwort sprechen. Die Einführung in die Ausstellung übernimmt Dr. Mayarí Granados, stellvertretende Direktorin der Kulturagentur, Landesverband Lippe, die die Ausstellung 2013 kuratierte. Kurz nach der Wende zum 20. Jahrhundert entstand in Schwalenberg eine temporäre Künstlerkolonie, die ihre Blütezeit in den Jahren 1919 bis 1933 hatte. Eine wichtige Rolle spielten dabei Mitglieder des Vereins Berliner Künstler. Die Ausstellung geht der Frage nach, was Künstler aus Berlin in einen ländlichen Ort wie Schwalenberg zog. Der Ort liegt zwar in einer sehr idyllischen Landschaft, aber abgelegen, weit weg von einer Großstadt mit Kunstakademie. Diese Entwicklung lässt sich nur vor dem Hintergrund der allgemeinen Bewegung der Pleinairmalerei (Freilicht-Malerei) erklären, die im 19. Jahrhundert in Frankreich entstand und sich schnell über ganz Europa ausbreitete. Gezeigt werden Werke von Magnus Zeller, Hans Licht, den beiden Robert Kämmerers, ihren Künstlerkollegen und Schülern. Diese historischen Arbeiten stammen zum Großteil aus den Sammlungen der Stadt Schieder-Schwalenberg, des Landesverbandes Lippe und des Vereins Berliner Künstler; ergänzt wurden sie durch Arbeiten aus dem Lippischen Landesmuseum Detmold sowie aus Lippischem Privatbesitz. Exemplarische Beispiele zeitgenössischer Pleinairmalerei von 18 Mitgliedern des Vereins Berliner Künstler bilden den anderen Aspekt der Ausstellung, der auch schon 2013 gezeigt wurde und nun um aktuelle Arbeiten erweitert wird.

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