1. Sicher unterwegs mit Gehhilfen

    Zweiter Rollator- und Rollstuhl-Tag findet großen Anklang

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    Lemgo (nr). Bereits im Vorjahr war der Rollator- und Rollstuhl-Tag in Lemgo auf breite Resonanz gestoßen. Ein guter Grund für die Organisatoren, die Lemgoer Bürger auch in diesem Jahr zu Informationen rund um mobile Gehhilfen einzuladen und kostenlose Inspektionen durchzuführen.

    Wie unterschiedlich mobile Gehilfen und ihr Handling sind und was für Handicaps es zum Beispiel beim Ein- und Aussteigen in den Stadtbus für Menschen mit Rollator oder Rollstuhl gibt, konnten über 70 interessierte Lemgoer letzte Woche im Mittelpunkt selbst erfahren. "Technik will gewartet und erklärt werden. Immerhin hat jeder zweite Rollator defekte Bremsen, was häufig genug der Grund von Unfällen ist", berichtete Diplom-Ergotherapeut Stephan Behrendt von der Stiftung Eben-Ezer. "Wir gehen ganz bewusst auf die technischen Aspekte, das biomechanische Handling und auch auf die Versorgungsebene ein." Gerade den praktischen Aspekt konnten die Besucher selbst am eigens dafür bereitgestellten Stadtbus ausprobieren. Und der Bedarf an Erklärungen und Informationen scheint ungebrochen hoch. Stephan Behrendt und Klaus Pfannenschmidt kennen die Probleme, die beim täglichen Gebrauch von Rollatoren und Co. auftauchen. "Kompakte, schwerere Modelle haben den besseren Stand, sind aber schwer über Hindernisse zu heben", erklärte Klaus Pfannenschmidt vom Sanitätshaus Westerfeld. "Leichte Modelle sind leicht zu handeln, können aber schneller umkippen." Letzteres geschehe besonders dann, wenn nur eine der beiden Handbremsen betätigt werde oder eine der Bremsen defekt sei. Grundsätzlich sei es wichtig, durch Informationen und auch praktische Übungen das Gefahrenpotential zu senken. "Wir zeigen zum Beispiel, wie der Einzelne einen Rollator im Stadtbus sicher abstellen kann, aber auch wie man mit einer mobilen Gehhilfe Kanten und Treppen überwinden kann. Zwischen 5,8 und 12 Kilogramm wiegen sogenannte Rollatoren", so Stephan Behrendt. "Da kann der Ein- und Ausstieg bei Bus und Bahn unerwartete Hürden darstellen." So sei Prävention die beste Absicherung vor Gefahrenquellen und viele Besucher nutzten die Gelegenheit und ließen die Fachleute gleich ihre eigenen mobilen Gehhilfen auf eine einwandfrei funktionierende Technik überprüfen.

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