1. Mediterrane Lebensart

    Neue Boule-Bahn auf dem Rathausplatz

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    Oerlinghausen (kd). Mehrere Jahre hat man geplant, diskutiert, gestritten, bis die öffentliche Boule-Bahn am Rathausplatz in Oerlinghausen jetzt eröffnet wurde. Die Vorgeschichte reicht allerdings noch viel länger zurück. "Als junger Mensch bin ich mit der Familie häufig nach Italien in Urlaub gefahren", berichtete der Initiator Richard Walbert. "Mich hat beeindruckt, wie sich die alten Herren unter Platanen zum Boule-Spielen getroffen haben. Schon da habe ich zu meiner Frau gesagt: Wenn ich mal älter bin, möchte ich auch so einen Platz haben." Vor einigen Jahren hat er dann begonnen, konkrete Pläne zu schmieden. Die Idee wurde auch im Rat positiv aufgenommen, doch so schnell kam Walbert nicht zu seinem Ziel. Bürgermeister Dirk Becker umschrieb die Entwicklung diplomatisch mit den Worten: "Es war ein Projekt, das in Oerlinghausen lange zu Diskussionen geführt hat." Vor allem die Frage des geeigneten Standorts beschäftigte die Politiker ausgiebig. Becker lobte den Einsatz von Walbert, der "unermüdlich Stück für Stück zusammengetragen hat". Der Bürgermeister wünschte sich, dass "die Bürger das neue Angebot annehmen, Spaß haben, miteinander ins Gespräch kommen und vielleicht auch etwas der französischen Lebensart übernehmen, nicht alles so ernst zu nehmen." Genauso wie in den südeuropäischen Ländern kann jetzt auch in der Stadtmitte von Oerlinghausen gespielt werden kann. Beim Boule, Boccia oder Petanque treten zwei Mannschaften gegeneinander an, die aus bis zu vier Spielern besteht. Ziel ist es, mit den eigenen Metallkugeln einer kleinen Zielkugel ("Schweinchen") möglichst nahe zu kommen. Damit die recht schweren Kugeln nicht zu weit fliegen, wurde Fläche von fünf Metern Breite und 15 Metern Länge mit Holz eingefasst. Richard Walbert bedankte sich, dass mehrere Firmen Material und mehrere Privatpersonen Geld gespendet haben. Das Gelände hat die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten zur Verfügung gestellt, die Stadt Oerlinghausen hat das Grundstück gepachtet. Da die Kirchengemeinde sich jeweils am Samstagvormittag versammelt, wird darum gebeten, zu dieser Zeit nicht zu spielen. "Ich bin froh, dass es nach den Anfangsschwierigkeiten doch gelungen ist, die Boule-Bahn zu verwirklichen", erklärte Richard Walbert. Demnächst möchte er auch noch Bänke und eventuell eine kleine Hütte für Geräte und aufstellen. Gemeinsam mit dem Bürgermeister schlug er einen Pflock ein, an dem Spielregeln befestigt sind. Das Interesse scheint recht ausgeprägt zu sein: Zur Eröffnung waren rund 100 Oerlinghauser erschienen. Die meisten von ihnen wollten das neue Spiele auch gleich mal ausprobieren.

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an