1. Im Bachlauf verfangen

    Passanten und Feuerwehr befreien Pferd aus misslicher Lage

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    Lemgo. Ein außergewöhnlicher Rettungseinsatz beschäftigte in der vergangenen Woche die Lemgoer Feuerwehr. Nach einer Rangelei zwischen zwei Pferden war einer der beiden Kontrahenten so unglückglich in einen Bachlauf an der Heidenschen Straße (in Trophagen) gestürzt, dass sich das Tier nicht selbst aus der misslichen Lage befreien konnte und zu ertrinken drohte. Eine Passantin hatte den tierischen Streit zufällig beobachtet. Während diese Zeugin die Feuerwehr alarmierte, eilte eine weitere Frau dem zwischen den Uferböschungen eingeklemmten Pferd zur Hilfe. Selbstlos sprang sie in den Bachlauf, um den Kopf des Tieres über Wasser zu halten um es vor dem Ertrinken zu retten.

    Kurz darauf trafen die Feuerwehrkräfte aus Lemgo und Hörstmar mit Rüstwagen, Kranwagen und Löschfahrzeuge an der Heidenschen Straße ein. Während der ebenfalls angeforderte Tierarzt auf dem Weg zur Einsatzstelle war wurde vor Ort nach kurzer Erkundung der Lage die Rettung des Tieres vorbereitet. Erste Maßnahmen waren das beruhigen des Tieres und das aufstauen des Baches oberhalb der Einsatzstelle und abpumpen des Wassers. Durch das absinken des Wasserstandes war damit die Gefahr des Ertrinkens abgewehrt. Weiter wurde der Kran in Stellung gebracht, um das Pferd gegebenenfalls aus dem Bachlauf zu heben. Während dessen fingen die Retter der Feuerwehr damit an den Bachlauf mit Schaufeln zu verbreitern um dem Tier die Möglichkeit zu geben sich aus eigener Kraft aus der Lage zu befreien. Dazu schoben die Feuerwehrleute bei jeder Bewegung des Pferdes Stroh hinter und unter das Tier um dessen Lage kontinuierlich zu verbessern. Nach gut 30 Minuten konnte dann das Pferd unter Zuhilfenahme von untergelegten Bandschlingen aufgerichtet und auf die daneben liegende Wiese geführt werden. Der eingetroffene Tierarzt bestätigte zur Zufriedenheit aller Beteiligten, dass das Tier vollends unverletzt aus der lebensbedrohlichen Lage gerettet wurde.

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