1. Arbeitslosenquote weiter gesunken

    Im Mai waren in Lippe noch 12.453 ohne Arbeit – Ausbildungsplätze gesucht

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    Kreis Lippe . Positives Konsumklima sorgt nach Angaben der Detmolder Arbeitsagentur für weitere Entlastung auf dem Arbeitsmarkt. Nach Auswertung jüngster Zahlen ist die Arbeitslosigkeit im Landkreis weiter zurück gegangen. 12.453 Menschen sind in Lippe derzeit offiziell arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vorjahresmonat bedeutet dies einen Rückgang um 459 Personen oder 3,6 Prozent. Auch der Vergleich zum Vormonat – im April 2016 waren noch 12.8 14 Männer und Frauen in Lippe ohne Arbeit – offenbart die Tendenz. Mehr Dynamik wünscht sich der Detmolder Agenturleiter Heinz Thiele noch vom Ausbildungsmarkt und appelliert in diesem Zusammenhang an alle Arbeitgeber, Ausbildungsplätze bereit zu stellen und jungen Menschen eine Perspektive zu bieten. Der Aufruf richtet sich aber auch an die Schulabgänger, die über alternative Ausbildungsmöglichkeiten nachdenken sollten. "Auf dem Ausbildungsmarkt in Lippe muss in den kommenden Wochen noch einiges passieren, um die derzeit 1.231 unversorgten Bewerbung in Ausbildung zu bringen", erklärt Heinz Thiele. Dies sei rein rechnerisch bereits problematisch, weil zeitgleich nur 636 freie Ausbildungsstellen zur Verfügung stehen. "Unsere Berufsberater sind dieser Tage verstärkt in lippischen Schulen unterwegs, um Vermittlungsvorschläge zu unterbreiten, und bei Bedarf Alternativen zum bestehenden Ausbildungswunsch zu entwickeln. Wichtig ist jedoch auch, dass heimische Arbeitgeber ihre freien Ausbildungsplätze beim Arbeitgeber-Service der Detmolder Arbeitsagentur melden. Jede Lehrstelle hilft, die Lehrstellenlücke zu schließen, und einen zusätzlichen jungen Menschen in Arbeit zu bringen", so der Agenturchef. Mit der Ausbildung junger Menschen schaffensich die Unternehmen aber auch eigene Perspektiven, denn der Fachkräftebedarf wird in einigen Bereichen schon jetzt immer deutlicher. Arbeitgeber meldeten im Mai 594 neue Arbeitsstellen, das waren 18 mehr als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn wurden 2.965 Arbeitskräfte neu nachgefragt, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 273 oder 10,1 Prozent. Die gute Kräftenachfrage ist dabei natürlich der guten Konjunkturentwicklung geschuldet. Am Monatsende waren 1.637 Stellen zur Besetzung offen. Die meisten Arbeitskräfte werden aktuell – wie bereits im Vormonat - im Bereich Produktion und Fertigung (684 Stellen) und im Bereich Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung (305) nachgefragt. Aber auch aus dem Bereich Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit (169) liegen vielfältige Stellenangebote vor. Im Mai verzeichnete die Arbeitsagentur im Kreis Lippe 1.871 Personen, die sich neu oder wieder arbeitslos gemeldet haben. Dem gegenüber meldeten sich im gleichen Zeitraum 2.246 Frauen und Männer aus der Arbeitslosigkeit ab. Im Rechtskreis SGB III (Versicherungsbereich) liegt die Arbeitslosigkeit im Mai bei 3.207, das sind 238 Personen weniger als im Vormonat und 262 weniger als im Vorjahr. Im Rechtskreis SGB II (Grundsicherung) gab es im Mai 9.246 Arbeitslose. Das ist ein Minus von 123 Personen gegenüber April. Im Vergleich zum Mai 2015 sind es 197 Arbeitslose weniger. Die Jugendarbeitslosigkeit (unter 25 Jahren) sank im Vergleich zum Vormonat um lediglich 59 Personen oder 4,4 Prozent auf 1.282 junge Frauen und Männer. Die altersspezifische Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 6,2 Prozent (Vormonat: 6,6 Prozent). Bei den Älteren (über 50 Jahre) kam es zu einem deutlicheren Rückgang der Arbeitslosenzahl im Mai gegenüber April. Die Zahl reduzierte sich um 126 Personen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es sogar 316 Frauen und Männer. Bei den Älteren über 50 Jahre liegt die Arbeitslosenquote nunmehr bei 6,0 Prozent. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ging im Mai um 41 Personen oder 0,8 Prozent auf 5.115 zurück. Aktuell sind 2.694 ausländische Arbeitnehmer von Arbeitslosigkeit betroffen, neun weniger als im Vormonat. In den einzelnen Dienststellen des Agenturbezirkes Detmold stellen sich die Arbeitslosenquoten aufsteigend sortiert folgendermaßen dar: Geschäftsstelle Lemgo (5,4 Prozent), Geschäftsstelle Blomberg (6,3 Prozent), Geschäftsstelle Bad Salzuflen (6,9 Prozent), Hauptagentur Detmold (7,7 Prozent). Vergleichsweise günstig entwickelte sich die Arbeitslosigkeit einmal mehr in Bad Salzuflen, wo der Bestand an Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat um sieben Prozent fiel. Dem gegenüber steht die Entwicklung in Lemgo mit einer minimalen Abnahme von 0,2 Prozent. Ostwestfalenweit hat sich die Arbeitslosenquote günstiger entwickelt als im gesamten Bundesland NRW. Während die Arbeitslosigkeitlandesweit um 1,8 Prozent sank, machte der Rückgang in der Region 2,3 Prozent aus. Lediglich im Rheinland ging die Arbeitslosigkeit stärker zurück. Auch im Vergleich zum Mai 2015 bleibt die Entwicklung positiv. Vor einem Jahr waren in OWL 2.324 Personen mehr arbeitslos. Die Nachfrage nach Arbeitskräften blieb in OWL konstant. 5.270 Arbeitsangebote wurden im Laufe des Mai von Betrieben und Verwaltungen gemeldet, etwas weniger als im April (- 163), die Nachfrage lag aber unverändert deutlich über der des Vorjahresmonats (+416). In der Region sind bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern insgesamt 16.571 freie Arbeitsstellen gemeldet, 2.726 oder knapp ein Fünftel mehr als im Vorjahr.

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