Detmold./Berlin. Bundestagsmitglied ist zwar nicht der typische Ausbildungsberuf, aber Zukunft und Visionen braucht auch die Politik. Somit passt der Zukunftstag für Jungen und Mädchen durchaus auch unter das Dach des des deutschen Abgeordnetenhauses in Berlin. Die Detmolder Schülerin Carolin Wächter hatte zum Girls Day die Gelegenheit, eigene Perspektiven für eine politische Zukunft auszuloten oder andererseits auch den Abgeordneten jugendliche Visionen aufzuzeigen. Sie hatte das besondere Glück, beim Aktionstag der heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten Petra Rode-Bosse über die Schulter schauen und den politischen Alltag hautnah miterleben zu können. "Mein Ziel war es in Berlin Neues über die Politik in Deutschland zu erfahren und nachzuforschen, wie sich Frauen in einem Berufsfeld behaupten, das häufig noch als ‚Männersache‘ erachtet wird.", sagt die 14-jährige Schülerin aus Detmold.
Das von der SPD-Bundestagsfraktion organisierte Programm am Girls‘ Day sah für die 62 Mädchen, die dieses Jahr am Girls‘ Day teilnahmen, eine Mischung aus Diskussion und Rollenspiel vor. Beim gemeinsamen Frühstück mit dem Fraktionsvorsitzenden Thomas Oppermann und der Parlamentarischen Geschäftsführerin Petra Ernstberger gab es bereits die Gelegenheit ins Gespräch zu kommen. Dieses wurde bei der sich anschließenden Diskussionsrunde "Frauen (M)acht Politik!" vertieft: Gemeinsam mit einigen weiteren SPD-Abgeordneten stand Petra Rode-Bosse, die seit Oktober dem Bundestag angehört, den Mädchen Rede und Antwort. Carolin Wächter: "Dieser Programmpunkt hat mir am besten gefallen, weil unsere Fragen überraschend offen und durchaus persönlich beantwortet wurden." Zum Abschluss hatten die Teilnehmerinnern die Möglichkeit, sich selbst auszuprobieren. In einem Politikparcours konnten sie den Weg eines Gesetzes hautnah miterleben und mitgestalten. Lebhaft wurde zum Beispiel der "Gesetzesentwurf zum Wahlrecht ab 16" diskutiert. Auch Petra Rode-Bosse zog ein positives Fazit zum Aktionstag:"Auch für mich war der Austausch mit den Mädchen sehr interessant. Ich hoffe, wir konnten verdeutlichen, dass Politik schon lange keine reine Männerdomäne mehr ist."
