Detmold. "Masken und Gaukeleien" lautet das Thema der nächsten "VHS-Leselust". Dieses Mal findet die Veranstaltung am Dienstag, 7. Juni, um 19.30 Uhr im Hangar 21, Charles-Lindbergh-Ring 10, statt.
Masken sind fast so alt wie die menschliche Kultur. Das beweisen Totenmasken aus der Steinzeit. Masken dienten schon immer der Personifizierung von Göttern, Dämonen, Naturkräften und guten Geistern. Bekannt sind Masken von Schamanen und der alemannischen Fasenacht, Masken die einen bestimmten Typ darstellen wie Clown oder Pierrot. Masken dienen als Vermummung aber auch zum Schutz. So werden beispielsweise Strumpfmasken bei Banküberfällen eingesetzt und Atemschutzmasken bei der Feuerwehr. Und wenn Don Juan im venezianischen Maskenball hinter die schwarze Maske der Schönen blicken konnte, die er den ganzen Abend umworben hatte, fing das eigentliche Abenteuer erst an. Der Begriff "Maske" leitet sich vom arabischen "maskharat" ab, und bedeutet "Narr, Posse, Hänselei, Scherz"– und damit ist man schon ganz nah beim Gaukler, der als Zauberer, Artist, Clown, Possenreißer und Unterhaltungskünstler, aber auch als Quacksalber, Bärenführer und Beutelschneider durch die Kulturgeschichte geistert. Man findet ihn ebenso auf den Höllengemälden von Hieronymus Bosch und Pieter Breughel wie beim flinken Hütchenspieler und den Verkäufern von Panama-Papieren. Wenn man sich im Hangar dem Thema Masken und Gaukeleien nähert, ist klar, dass das literarische Spektrum breit ist. Schließlich haben hier auch das "Theatre Fragile" und die "Shademakers" ihre Stücke entwickelt. Dieses Mal berichten und lesen: Astrid Fiebig (Kulturteam Stadt Detmold), Jens Heuwinkel (Schauspieler und Artist) und Tanja Duschek (Diplom-Sozialwirtin). Es moderiert Lieselotte Kreuz-Reim. Der Eintritt ist frei. Spenden sind erwünscht.