Detmold (js). Er ist die deutsche Synchronstimme von Daniel Craig, dem aktuellen James Bond. Und auch anderen großen Hollywood Stars, darunter Adam Sandler, verlieh er bereits seine Stimme: Dietmar Wunder. Jetzt war er Gast im Sommertheater und brachte die Zuschauer während seiner Lesung dem Agenten 007 recht nah. Nicht nur, dass man, wenn man die Augen schloss, glaubte, den echten James Bond vor sich zu haben, sondern Dietmar Wunder las aus Ian Flemings Agentenromanen und brachte auch so den wohl beliebtesten Spion der Welt den Zuhörern ein Stück näher.
Aber nicht nur über James Bond plauderte er, sondern auch über die Liebe und über sich selbst. Da erzählte er schon ein Stück weit aus seinem eigenen Nähkästchen. Interviewt wurde er dabei von Joachim Peters, uns hier bekannt als Autor diverser Regionalkrimis und selbst großer James Bond Fan. So erzählt Wunder, dass James Bond, damals noch verkörpert von Sean Connery, einen für ihn wichtigen Meilenstein bei seiner Berufswahl, der Schauspielerei, gesetzt hat. Zwar lernte er nach dem Abitur erst einmal den Beruf des Optikers und arbeitete zunächst auch im elterlichen Betrieb, doch schnell wurde ihm klar, dass seine berufliche Bestimmung die Schauspielerei sein würde. Nach dem Studium und zahlreichen Engagements bei Film und Theater gelangte er zur Synchronisation. Seine Stimme ist markant, nuancenreich und ausdrucksstark, nicht ohne Grund wird er der Robert de Niro seiner Zunft genannt. In der zweiten Hälfte seiner Lesung sprach Dietmar Wunder, der auch ein gefragter Hörbuchsprecher ist, von der Liebe. Gedichten und Geschichten von Shakespeare, Berthold Brecht bis hin zu einem schönen Liebeszitat von Mahatma Gandhi verlieh er dafür sein Stimme. Am Ende des Abends waren sich alle einig. Dietmar Wunder hat nicht nur eine der schönsten Stimmen in der deutschen Synchronlandschaft, sondern er ist schlichtweg ein sympathischer Typ, der sich in der Pause gerne die Zeit nahm, während einer Autogrammstunde mit seinen Gästen ins Gespräch zu kommen.
