Schieder (la/lig). Zum vierten Mal fahren Jugendliche des Jugendkreises Schieder (JKS) in den Herbstferien für eine einwöchige Exkursion nach Auschwitz und Krakau in Polen. Im Vorfeld stehen verschiedene Treffen zur Vorbereitung auf die Thematik an. Die Auftaktveranstaltung ist am morgigen Sonntag, 29. Mai, ab 18 Uhr in den Räumen des Gemeindehauses in der Kirchstraße 10. Alle Interessierten Jugendlichen und junge Erwachsene, im Alter zwischen 14 und 27 Jahren, sind herzlich dazu eingeladen den sonntäglichen Treffen beizuwohnen und auch eine kleine Anzahl von Plätzen für die Exkursion sind noch frei.
Politische Bildung steht nunmehr seit sechs Jahren auf den Fahnen der offenen Jugendarbeit der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Schieder. Auch in diesem Jahr fährt eine Gruppe von 25 Jugendlichen und fünf erwachsenen Betreuern nach Polen zum wohl dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte. Ziel dieser einwöchigen Exkursion ist es, sich abseits von Lehrplänen mit den Themen Holocaust und dem III. Reich zu beschäftigen und mit eigenen Augen zu erleben. Im Vorhinein der Exkursion findet eine zwölfteilige Vorbereitungsreihe statt. In dieser werden sich die Jugendlichen nach ihrem Interesse mit den Themen, Nationalsozialismus, Holocaust, Rechtsextremismus aber auch der Geschichte Polens auseinandersetzen und Referate zu den jeweiligen Themen halten. Daneben gibt es einen Polnisch-Grundkurs, damit sich die Teilnehmer auch in der Landessprache verständigen können. Neben den Besuchen in den Lagern Auschwitz I (Stammlager) und Auschwitz II (Birkenau), liegt ein weiterer Schwerpunkt auf den Jugendaustausch mit der polnischen Schule in Bobrek. Dieser soll der Völkerverständigung dienen, indem sich die Jugendlichen auch in Vorfeld mit der deutsch-polnischen Geschichte auseinandersetzen und so nicht nur Unterschiede sondern auch Gemeinsamkeiten als Europäer finden.
