Lemgo. Auch wenn die Ukraine-Krise in der Medienberichterstattung in den Hintergrund gedrängt worden ist, bleiben die Lage im Land und die internationalen Konflikte brisant. "Wird Frieden möglich sein?", "Wird ein demokratischer Staatsaufbau gelingen?", "Kann die Korruption zurückgedrängt werden?" Diese Fragen standen schon im vergangenen Jahr im Mittelpunkt der Themenreise der Lippischen Gesellschaft für Politik und Zeitgeschichte nach Lemberg/Lviv. Am Freitag, 27. Mai, werden die Fragen vor dem Hintergrund aktueller politischer Ereignisse wieder aufgegriffen, um die Gefahren und Chancen der Entwicklungen in der Ukraine einschätzen zu können. Der Vortrag im Café Vielfalt, Mittelstraße 6, beginnt um 19 Uhr.
Mit Hans Christian Heinz konnte ein umfassender Kenner der ukrainischen Geschichte und Gegenwart nach Lemgo eingeladen werden. Hans Christian Heinz ist an der Nationalen Ivan Franko-Universität Lemberg beschäftigt, am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie. Er leitet Studienfahrten in der Ukraine und in Polen (fallweise auch in Rumänien, in Ungarn, in Tschechien, in der Slowakei oder in der Moldau) sowie in den deutschsprachigen Ländern. "Er wird den Alltag in einer ukrainischen Großstadt schildern und die Entwicklungen in der Zivilgesellschaft beschreiben. Vor allem wird er mit uns über die Reformhoffnungen diskutieren", kündigt der Vorsitzende der Lippischen Gesellschaft für Politik und Zeitgeschichte, Hermann Haack, an. Dieser öffentlichen Veranstaltung geht um 18 Uhr eine Mitgliederversammlung der Lippischen Gesellschaft für Politik und Zeitgeschichte e.V. voraus, in der die diesjährige Themenfahrt nach Südfrankreich vorbereitet werden soll.