Schieder (lig). Das war ein schöner Tag für den Ruderclub Schieder: Nicht nur das sich das Wetter von seiner besten Seite zeigte zum Anrudern auch der neue Weg zum Steg wurde eingeweiht und ein neues Ruderboot getauft. Der neue "Achter" ist 18 Meter lang und wurde in der Empacher Werft gebaut. Der Ruderclub Schieder hat das neue Ruderboot von einem Verein in Hameln gebraucht erworben. Getauft wurde es von dem Ehrenvorsitzenden des Ruderclubs, Heinz Schübbe auf den Namen "Willi", in Gedenken an das verstorbene Mitglied Willi Meier. "So kann er wieder mit uns fahren", hieß es aus den Reihen der Ruderer. Die Besonderheit dieses Ruderbootes ist, das der Steuermann liegend ins Ziel schaut.
Der Ruderclub Schieder ist breitensportlich orientiert. "Spitzensport ist bei uns nicht möglich - auch im Rudersport kommt es sehr auf das beste und leichteste Material an und da können wir finanziell nicht mithalten", berichtet der stellvertretende Vorsitzende Marc Dreier. Interessierte Talente würden aber an das Leistungszentrum beim RV Weser Hameln vermittelt bzw. an jeden anderen Ruderverein, der Spitzensport betreibt. So ist Stefan Giesen (19 Jahre), der beim Ruderclub Schieder vor drei Jahren Rudern gelernt hat inzwischen beim Vegesacker RV im Leistungssport aktiv mit dem Ziel, an den diesjährigen Deutschen Meisterschaften teilzunehmen. "Wir freuen uns sehr über seine Entwicklung und sind stolz auf das, was er bei uns gelernt hat", so Dreier. Im Langstreckenbereich ist der Verein gelegentlich bei Regatten und Marathonveranstaltungen aktiv, bei denen der Breitensport im Vordergrund steht. So haben am 1. Mai zwei Mitglieder beim Wesermarathon die Auszeichnung in Gold für 135 Kilometer Rudern von Hann.-Münden bis Hameln erhalten. Sie haben für die Strecke gut zwölf Stunden benötigt. Der Verein hat 51 Mitglieder, davon sieben Passive. Zusätzlich gibt es seit 1986 eine Kooperation mit der Ruder-AG am Humboldt-Gymnasium Bad Pyrmont. Am ersten Juni-Wochenende unterstützt der Ruderclub zudem erstmalig das Gymnasium in Blomberg bei einem "Blockunterricht Rudern" für einen Sportkurs der zehnten Jahrgangsstufe. Hierfür werden sechs Ausbilder und sieben Boote und das Bootshaus unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Dies ist erst einmal ein Testlauf, wonach beide Seiten entscheiden wollen, wie es weiter geht.