Leopoldshöhe-Asemissen (kd). Zum wahrscheinlich letzten Mal konnte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) seine Blutspendeaktion in Asemissen in der Festhalle durchführen. Das Gebäude wird abgerissen, ein Ersatz ist bereits in Sicht.
"Trotz des sehr warmen Wetters und sehr dicker Luft in der Festhalle sind 70 Spender erschienen. Unter ihnen konnten wir zwei Erstspender begrüßen", stellte der DRK-Blutspendebeauftragte Oliver Bürger am Ende fest. Letztlich hat der Blutspendedienst West des DRK ausreichend Blut für 63 Konserven entnommen. Dirk Regier gehört zu jenen, die von der Sinnhaftigkeit der Blutspende überzeugt sind. "Als kaufmännischer Angestellte im Außendienst bin ich viel mit dem Auto unterwegs", sagte er. "Auf den Straßen erlebe ich so einiges. Ich kann mir daher vorstellen, wie viel Blut nach Verkehrsunfällen oder bei Operationen gebraucht wird." Vor 29 Jahren wurde Regier durch einen Freund auf das Thema aufmerksam gemacht. Er nahm ihn einfach mal zu einem Blutspendetermin mit. Regier erkannte, wie wichtig es ist, auch selbst einen Beitrag zu leisten. Seither folgt er pro Jahr im Durchschnitt drei Mal dem Aufruf des DRK. Beim jüngsten Termin in Asemissen wurde Dirk Regier für 100 Blutspenden geehrt. Weitere Jubiläen hatten Thorsten Rabsch und Bastian Tödheide, die jeweils 25 Mal gespendet haben. Helmut Göke, Hans-Joachim Niehage und Günther Röttges kommen jeweils auf 50 Spenden. Harry Sawatzky hat schon 80 Mal sein Blut gespendet. Der DRK-Beauftragte Oliver Bürger dankte allen Freiwilligen für ihre stete Bereitschaft. Von der großzügigen Fläche der Festhalle muss sich das DRK jetzt verabschieden. Nach Auskunft von Bürger ist bereits eine Ausweichmöglichkeit im Blick. "Ich habe mir die Pläne schon angeschaut", sagte er. "Wir werden etwas weniger Platz haben, aber das Gebäude liegt ebenfalls sehr zentral."
