1. Die Neonazi-Szene in Lippe

    Bebilderter Vortrag am Dienstag in der "Alten Pauline"

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    Detmold. Zu einem bebilderten Vortrag über die Neonaziszene lädt der Antifaschistische Arbeitskreis Detmold in Kooperation mit der "Kulturinitiative Detmold (Kid) am Dienstag, 24. Mai ein. Beginn ist um 19 Uhr in der "Alten Pauline", Bielefelder Straße 3.

    Mindestens 10 Menschen hat die Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) ermordet. Diese schockierende Erkenntnis wecke Ängste und eine große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit, heißt es in einer Pressemitteilung des Antifaschistischen Arbeitskreises. Im Vortrag geht es daher um die Fragen: Kann so etwas auch in Ostwestfalen-Lippe passieren? Gibt es auch hier Neonazis und feste Strukturen? In OWL und auch in Detmold gibt es nach Angaben des Arbeitskreises so genannte "alte Kader", die seit über 20 Jahren in der Szene aktiv sind. Es gebe zudem neonazistische Rock-Bands und Rapper. In Städten und Dörfern hätten die Neonazis ein Netzwerk etabliert, das schon junge Menschen an eine neonazistisch geprägte Lebenswelt heranführe. Leider schrecke diese Szene auch vor Gewalttaten nicht zurück. Dazu gehören nach Angaben des Antifa-Arbeitskreises Anschläge gegen das Kulturzentrum "Alte Pauline", gewalttätige Überfälle auf ein Jugendzentrum und dessen Besucher sowie zahlreiche Hakenkreuz- und andere Schmierereien. Hinzu kämen – auch in Lippe – Anschläge auf Flüchtlingswohnheime; bundesweit seien es im vergangenen Jahr über 1.000 gewesen. Weitere Infos auch im Internet auf "www.antifa-detmold.de".

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