1. Touristikverband wirft SPD Salami-Taktik vor

    Entgeltfreier Zugang zur Wandelhalle mache aus Kurpark einen Volkspark

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    Bad Salzuflen. Der Antrag der SPD für die Ratssitzung am 6. Juli zur vollständigen Freigabe der Wandelhalle (entgeltfreier Zugang zur Wandelhalle) wird von den Bad Salzufler Gastgebern mehr als kritisch gesehen. Die SPD möchte die Wandelhalle zu einer Art Bürgerhalle machen, die auch ohne Kurparkeintritt erreichbar ist. Damit solle nicht zuletzt eine höhere und damit rentable Besucherzahl in der Wandelhalle erreicht werden.

    Der Verband "Bad Salzuflen Kur & Touristik e.V." in der Stadt äußert sich in einer ersten schriftlichen Stellungnahme erstaunt über die "Salami-Taktik" der SPD zur "Aushöhlung des Tourismusstandortes Bad Salzuflen", wie es der Vorsitzende Michael Sasse formuliert. Während im Rahmen des Tourismuskonzepts und im Aufsichtsrat der Staatsbad GmbH konstruktiv an der Weiterentwicklung der Stadt im touristischen Bereich gearbeitet werde, torpediere der SPD-Antrag all diese Bemühungen von privaten Akteuren, Staatsbad-Mitarbeitern und anderen politischen Kräften. Die SPD solle doch ehrlich zugeben, dass sie einen Volkspark statt eines Kurparks möchte - mit allen negativen Begleiterscheinung in Sachen Sauberkeit und Sicherheit, kritisiert Michael Sasse. "Die SPD hat das Stadtentwicklungskonzept 2020 mit beschlossen, in dem es um eine Bündelung der touristischen Angebote im Kernbereich geht und deren besonderer Schutz im Entwicklungskonzept festgeschrieben ist", erläutert Sasse. Darauf verließen sich auch Unternehmen und Unternehmer, die im touristischen Sektor tätig seien: "Eine Öffnung des Kurparkes, eingeleitet mit der Öffnung der Wandelhalle, wird die Schließung von Hotels und Pensionen nach sich ziehen", befürchtet er. Ebenfalls befürchtet man seitens der Gastgeber einen Rückgang der Übernachtungen.

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