1. Ein Treffen mit Freunden

    Familienaustausch zwischen Villers-lès-Nancy und Oerlinghausen

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    Oerlinghausen (kd). Das verlängerte Christi Himmelfahrt-Wochenende hatten sich die Gäste aus der französischen Partnerstadt ausgesucht, um ihre Freunde in Oerlinghausen zum 27. Austausch zu besuchen. Dass das Wetter so gut mitspielte, hat zum Gelingen der verschiedenen Ausflüge sehr beigetragen. Das Wochenende begann mit einer herzlichen Begrüßung durch die Gastfamilien, viele kennen sich schon von den früheren Treffen. Und wer neu dabei war, wurde sehr schnell mitgerissen. Der Beigeordnete Hans-Jörg Düning-Gast machte den Gästen zusätzlich eine große Freude, indem er sie in einer freien Rede auf Französisch begrüßte. Wie üblich bei diesem Austausch wurden die Franzosen ausschließlich in Gastfamilien untergebracht. Am ersten Ausflugstag waren Paderborn und die Wewelsburg die Ziele. Nach einem kurzweiligen Spaziergang zu den Paderquellen und anderen Sehenswürdigkeiten wie dem Dom der Bischofsstadt, ging es am Nachmittag zu der Wewelsburg. Die Führung durch die Ausstellung "Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933-1945" nahm die französischen Gästen und ihre Gastgeber – viele Deutsche waren auch zum ersten Mal dort in die dunkle Zeit der SS mit. Der Besuch des nahegelegenen ehemaligen Konzentrationslagers Niederhagen ließ ebenfalls sehr nachdenklich werden. Am nächsten Morgen ging es beim herrlichsten Sonnenschein zu den Externsteinen. Die Gäste hatten das Privileg, von einer französischen Führerin begleitet zu werden. Anschließend ließen es sich die Besucher nicht nehmen, über viele Stufen die Externsteine zu erklimmen und von dort aus die schöne Aussicht auf das Lipperland zu genießen. Am Abend stand die gemeinsame Abschlussfeier an. Bei einem Buffet und Musik der Gruppe "SaitenLage" konnten die Teilnehmer sich nochmals austauschen, singen, tanzen, Pläne schmieden. Denn das nächste Wiedersehen ist bereits für Ende September vorgesehen, auf halber Strecke im schönen Cochem. Abschied nehmen hieß es am nächsten Morgen. Die siebenjährige Isis Jacquot war die jüngste Mitreisen: sie wollte ihre liebgewonnene Gastfamilie Wurm gar nicht wieder verlassen. Und häufig fielen Sätze wie "Vielen Dank für das sehr interessante Programm!" Dass trotz der zahlreichen Unternehmungen die Zeit mit den Gastfamilien nicht zu kurz geriet, hat den Gästen ebenfalls sehr gut gefallen. Als der Bus abfuhr, wurden viele weiße Tücher geschwenkt. Françoise Lutzeier, die Vorsitzende des Villers-Vereins BRAVO, und Carole Schulte von der Arbeitsgruppe "Motiv" (Menschen aus Oerlinghausen treffen ihre Villers-Freunde) freuten sich mit allen Beteiligten über ein gelungenes Wochenende.

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