Elbrinxen (afk). Erleichterung beim Förderverein des Freibades Elbrinxen: Am Mittwoch wurde der neue Sprungturm in der Freizeitanlage installiert, der den alten mit dem gemauerten Sockel ersetzt. Die Edelstahlkonstruktion einer Fachfirma für Schwimmbadeinrichtungen aus Hagen in Westfalen kostet rund 20.000 Euro.
Der letztlich glimpflich verlaufene Unfall eines Jungen im letzten Sommer hatte zu einer grundsätzlichen Überprüfung des Sprungturms mit dem wippenden Dreimeter-Brett geführt. Wegen des besonderen Zuschnitts des Wasserbeckens war man vor die Alternative gestellt, entweder ganz auf den Sprungturm zu verzichten oder sich Gedanken um eine neue Lösung zu machen. Die sehr rege Ortsgruppe der DLRG hatte darauf verwiesen, dass sie zu Ausbildungszwecken den Turm benötigt und auch die Stadt Lügde sah die Notwendigkeit für einen Ersatz. Dieser neue Turm wurde nun in mehreren Teilen geliefert. Der ursprüngliche Plan, die gewichtigen Sockel- und Aufsatzteile bis an den Bestimmungsort heranzufahren, erwies sich als unrealistisch. "Wir haben kurzfristig dann noch einen Schwerlastkran bekommen können", berichtet Schwimmmeister Marc Zachert erleichtert. Diese Entscheidung erwies sich dann auch als wesentliche Unterstützung und Erleichterung, denn die beiden Hauptteile wiegen zusammen rund 1,1 Tonnen. Die Aufgabe bestand für Kranführer Christopher Knaup darin, die gewichtige Fracht vom Parkplatz aus über rund 30 Meter am ausgefahrenen Kranlastarm durch den dichten Baumbestand bis zum Standort zu hieven. Millimetergenau steuerte Knaup den Edelstahl-Sockel auf das Fundament mit seinen vorgebohrten Löchern. Heiko Thewen und Amir Hasanovic von der Hagener Fachfirma Georg Diedrichs lenkten das Teil direkt über die Vorbohrungen. Die langen Schrauben verbanden Fundament und den metallenen Turmsockel. Im Handumdrehen waren alle dicken Muttern angezogen. Der Sockel stand. Kurz darauf schwebte der Podestteil durch die Luft und Kranführer Knaup reagierte in seiner Krankabine mit minimalen Steuerungsbewegungen auf die Handzeichen von Heiko Thewen, der auch dieses Teil millimetergenau auf die vorgesehenen Verbindungslöcher dirigierte. Ruckzuck vier Verbindungen mittels der Schrauben wieder hergestellt, stand nach gut 90 Minuten der Vorbereitung zumindest der "Rohbau". Die Restarbeiten zogen sich dann noch einmal weitere anderthalb Stunden hin, aber da war der Schwerlastkran bereits wieder unterwegs. Auch wenn ein solcher Dreimeterturm für die beiden Mitarbeiter der Hagener Firma eher zu den kleineren Aufträgen gehörte – selbst für Marc Zachert war das schon ein besonderer Augenblick an seiner Arbeitsstätte. Entgegen kam dabei, dass die Freibadesaison erst am 20. Mai in den Lügder Schwimmbädern beginnt und so die Vorbereitungs- und Aufbauarbeiten ungestört vonstatten gehen konnten. Während die gepflegte Anlage insgesamt bereits einen betriebsfertigen Eindruck macht, bedrückt Zachert derzeit noch ein Problem: Aus dem großen Schwimmbecken entweicht täglich viel Wasser. Man hat das Leck auch bereits außerhalb des Beckens lokalisiert. "Jetzt müssen wir sehen, ob das noch mehr wird. Wir werden das täglich messen", sagt der Schwimmmeister. Fest steh, dass nach der Freibadesaison mit den Tiefbauarbeiten begonnen wird. Dazu bedarf es des Einsatzes von Spezialmaschinen, die umfangreiche Arbeiten durch Mitglieder des Fördervereins ziemlich begrenzen. In der Saison selbst wird dem Wasserverlust entsprechend immer wieder frisches Brunnenwasser nachgefüllt.
