Lippe (kh/la). Das neue Jahresheft des Netzwerks "Klosterlandschaft Ostwestfalen-Lippe" ist da. Auf mehr als einhundert reich bebilderten Seiten finden sich ausgesuchte Veranstaltungen und Informationen, die unter dem Titel "Lebendiges Erbe – Gastfreundschaft" Lust wecken, sich auf den Weg durch die Klosterlandschaft OWL zu machen. Aus Lippe vertreten sind St. Marien Lemgo, die ehemaligen Klosterkirchen Falkenhagen, Lügde und Blomberg sowie das Institut St. Bonifatius / die Jugendbildungsstätte Kupferberg in Detmold und die Hausgemeinschaft St. Raphael in Bad Salzuflen-Papenhausen.
Neben einer Vielzahl von Konzertterminen mit Stilrichtungen zwischen Tradition und Moderne sowie musikalischen Gottesdiensten sind es vor allem Seminare und Workshops, die die Klosterlandschaft mit Leben füllen. Ganz bewusst haben Klöster vielerorts Angebote entwickelt, dem Bedürfnis vieler Menschen nach Abstand vom Lauten und Hektischen Rechnung zu tragen: Überkonfessionell, nationen- und generationsübergreifend können Gäste beispielsweise während Einkehrtagen Abstand vom Alltag gewinnen, beim Werken im Klostergarten Lebensfreude schöpfen oder während Wanderungen auf dem "Weg der Stille" in der Natur zum eigenen Rhythmus finden. Seiten mit Überschriften wie "Kinder und Familie", "Wege" und "Klostergarten" greifen zudem Sonderthemen auf und laden ein, die Region aus einem anderen Blickwinkel kennenzulernen. Komplettiert wird die aktuelle Broschüre mit Hinweisen auf Angebote der "Orgelroute OWL" sowie auf das diesjährige Klosterfestival in der Zeit vom 15 Juli bis 21. August. "Klöster sind seit jeher starke Orte – und es bis heute geblieben, weil sie vielfältig Sinn bergen und Chancen für die Zukunft der Region bieten", weiß Hans Hermann Jansen, Projektleiter des kultur-touristischen Netzwerks der Klosterlandschaft Ostwestfalen-Lippe und Initiator zahlreicher kultureller Ereignisse und Projekte, die von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GfW) im Kreis Höxter koordiniert werden. "Eine Fülle ungeahnter Inhalte und spannender Begegnungen warten auf die Besucher", lädt Jansen Alt und Jung ein: "Porta patet, cor magis – Das Tor ist offen, das Herz um so mehr". Unter der einheitlichen Dachmarke "Klosterlandschaft Ostwestfalen-Lippe" wollen die Initiatoren die Vielfalt an Besonderheiten und Möglichkeiten der Klöster in der Region Ostwestfalen vernetzen, die gemeinsame Identifikation aller beteiligten Partner fördern, ohne dabei die Individualität des einzelnen aus dem Blick zu verlieren. Ziel ist es, Synergien nutzbar zu machen, von denen sowohl die Klöster als auch die Besucher und Gäste profitieren. Gefördert wird die Initiative durch das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Regionalen Kulturpolitik, den Landschaftsverband Westfalen-Lippe und den Kreis Höxter. Weitere finanzielle Unterstützung wird durch die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold eG, den Bankverein Werther sowie die Philharmonische Gesellschaft gewährt. "Für die Unterstützung aller Förderer sind wir sehr dankbar, versetzt es uns doch in die Lage, ein qualitativ hochwertiges Programm anzubieten", erläutert GfW-Geschäftsführer Michael Stolte. Das gedruckte Programmheft der Klosterlandschaft OWL umfasst knapp 500 Veranstaltungsangebote und ist kostenlos in den Klöstern, kirchlichen Einrichtungen sowie Touristinformationen der Region zu erhalten. Darüber hinaus sendet die Kulturland Kreis Höxter Tourismusmarketing bei der GfW (info@kulturland.org oder Telefon 05271/974323) die Broschüre zu. Das gesamte Spektrum von mehr als 600 Terminen mit detaillierten Informationen kann zudem tagesaktuell im Internet auf "www.klosterlandschaft-owl" abgerufen werden.
