Vorweg eine sahnige Spargelcremesuppe oder doch lieber Spargel im saftigen Schinkenmantel? Beides ein königlicher Genuss, auf den sich viele monatelang freuen. Jetzt ist er endlich da! Noch bis Ende Juni, meist bis zum 24. (Johannestag), verwöhnt er unsere Gaumen. Aus dem "essbaren Elfenbein" lässt sich aber noch viel mehr zaubern. Sowohl im Salat als auch neben Fisch und Fleisch mit Sauce Hollandaise macht es eine gute wie delikate Figur. Unser Tipp: Spargelgratin mit Gerstoni-"Topping". Gerstoni, das sind schonend vorgegarte Gerstenkörner aus dem Schaumburger Land – sozusagen die regionale Alternative zu Reis. Die kulinarische Stärke des Edelgemüses liegt in seiner Frische. Das Optimalste wäre, wenn es morgens gestochen noch am selben Tag auf dem Teller landet. Sonst die ungeschälten Stangen einfach in einem feuchten Tuch im Gemüsefach des Kühlschranks bis zu drei Tage lagern. Beim Kauf darauf achten, dass die Stangen fest, die Köpfe geschlossen und die Schnittstellen feucht sowie glänzend sind. Beim Zubereiten reicht es, den grünen Spargel, der über der Erde wächst und würzig schmeckt, nur im unteren Drittel von der Schale zu befreien. Die weiße komplett unterirdisch wachsende Sorte sollte bis aufs Köpfchen ganz geschält werden. Im Geschmack ist sie etwas milder. Die holzigen Enden abschneiden. Das am häufigsten in Deutschland angebaute Freilandgemüse liefert neben Vitamin C auch Folsäure, Ballaststoffe, Kalium und bioaktive Pflanzenstoffe. Dabei wird Spargel mitunter als kulinarischer Allrounder in Sachen Gesundheit gehandelt: Er soll den Blutzuckerspiegel kaum beeindrucken, beim Entgiften des Körpers helfen, das Verdauungssystem stärken, Problemen mit der Blase und Leber zu Leibe rücken, die Milchproduktion bei stillenden Müttern anregen, bei Feiernden Katersymptome mildern und sogar das Liebesleben aktivieren. Die bewiesene Wirkung sei dahingestellt. Feststeht jedenfalls: Spargel ist köstlich und gesund. Weil er zu 94 Prozent aus Wasser besteht, können selbst Figurbewusste richtig zuschlagen. Na dann, guten Appetit!
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Warum das königliche Gemüse ein Allrounder ist
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