1. Grenadiere und Gulaschkanone

    Selbst die Sonne besuchte den Familientag der Schützen

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    Oerlinghausen (kd). Ungewohnte blaue Uniformen waren beim Familientag am 1. Mai auf dem Oerlinghauser Schützenplatz am Steinbült zu sehen. Während die Schützen Freizeitkleidung trugen, fielen die Gäste durch ihre historischen blauen Offiziersröcke auf. Es waren die Garde-Grenadiere aus Altenbeken, die zur musikalischen Unterhaltung beitrugen. "Wir laden die Kapelle immer wieder gern ein, jetzt bereits zum dritten Mal", sagte Christian Landerbarthold, Vorsitzender der Oerlinghauser Schützengesellschaft. "Und die Musiker sind jedes Mal von unserer Erbsensuppe begeistert." Die wurde auch jetzt wieder ausgeschenkt. Ditmar Gnaß kümmerte sich bereits seit dem frühen Morgen an der Gulaschkanone um den beliebten Eintopf. Wolfgang Hanning legte noch ein langes Heißwürstchen auf den Teller und teilte die Portionen aus. Nach den regenreichen Tagen freute sich Landerbarthold, dass die Sonne hervorkam und daher der Familientag "ordentlich besucht" war. Während die Garde-Grenadiere unter der Stabführung von Carmelo Quirante Kneba vor allem Märsche sowie Modernes ("Smoke on the water") intonierten, wandten sich die erwachsenen Gäste dem Spaß-Schießen zu, die Kinder prüften ihre Geschicklichkeit beim Dosenwerfen. Bei den warmen Sonnenstrahlen kamen die Gespräche unter den Gästen rasch in Gang. Auch die Bundestagsabgeordneten Cajus Cäsar und Heinrich Zertik plauderten mit den Besuchern. Mit dem Spiel "Halber Schütze" sammelte Jochen Schneider, Chef der I. Kompanie, 200 Euro für das Kinderschützenfest. Die andere Hälfte des Geldes wird wieder ausgeschüttet. Da Barbara Clarke zwei Mal gewann, spendete sie die gesamte Summe von 100 Euro ebenfalls. Gegen Mittag trat dann der Nachwuchs auch selbst in Aktion: Im vereinseigenen Spielmannszug spielen 22 Kinder auf Querflöten und Trommeln. "Die Formation besteht jetzt im dritten Jahr. Es ist beachtlich, was die Kinder schon gelernt haben", sagte der Initiator David Clarke. Der Marsch "Der Alte Fritz" gehört ebenso zum Repertoire wie ein Stück, bei dem die Trommler ihre Fingerfertigkeit mit ihren Instrumenten und Bechern beweisen.

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