Kreis Lippe (nok). Zufrieden und zuversichtlich ist die lippische Wirtschaft in das Jahr 2016 gestartet. In der jüngsten Konjunkturklimaumfrage der Industrie- und Handelskammer Lippe bezeichneten die Hälfte der Auskunft gebenden Unternehmen ihre derzeitige Lage als gut. Nur knapp 8 Prozent der Gesamtwirtschaft bezeichneten die aktuelle Situation als schlecht. Motor der Industrie bleibt nach wie vor der Export. Die Exportquote lippischer Unternehmen lag im Februar bei 49,2 Prozent und damit deutlich über dem ostwestfälischen und auch über landesweiten Mittelwert. Die anhaltend gute Konjunkturlage, der stabile Arbeitsmarkt sowie auch einzelne Investitionen haben auch die Erwartungen der Unternehmen ansteigen lassen. "Die Gesamtverfassung der heimischen Wirtschaft ist gut. Die lippischen Unternehmen punkten mit vielen Innovationen , deren Markteinführungen angelaufen sind«, erklärte der lippische IHK-Präsident Ernst-Michael Hasse bei der Präsentation der jüngsten Meinungsumfrage. Sein Resümee basiert auf den Aussagen 170 teilnehmender Unternehmen mit über 20.000 Beschäftigten. Die gestiegenen Auftragsbestände in vielen Unternehmen sind vielfach auf das Exportgeschäft zurückzuführen. Weil die Entwicklung des Inlandsmarktes in einigen Branchen kritisch und sehr risikobehaftet gesehen wird, haben einige Unternehmen ihre Exportbemühungen durch Vertriebserweiterungen weiter verstärkt. Dabei setzen Teile der Industrie auf die Öffnung des iranischen Marktes und auf den möglichen Wegfall der Russland-Sanktionen. "Auch der chinesische Markt bleibt interessant. Er wird aus meiner Sicht überzeichnet negativ dargestellt. Auch wenn das Wachstum nicht mehr so explosiv ist wie in den Jahren zuvor, sechs Prozent sind immer noch gut", so Ernst-Michael Hasse. Kritisch sieht er den von der Regierung beschlossenen Zuschuss für Elektrofahrzeuge. Da die für die Mehrheit der Verbraucher interessanten Kleinfahrzeuge von diesem Zuschuss ausgeschlossen sind und Zuschüsse für private Elektroautos nur bei Fahrzeugen jenseits der 60.000 Euro-Marke gezahlt werden, sei mit keiner großen Signalwirkung zu rechnen. Trotz stetig wachsenden Konkurrenzdrucks durch den Onlineverkauf ist auch die Stimmung im stationären Handel besser geworden, welches in der anhaltenden Konsumfreudigkeit der Verbraucher begründet ist. Schwierig ist nach Auskunft der IHK-Geschäftsführer Maria Klaas uns Axel Martens die Situation bei den Dienstleistern und in der Baubranche, wo man nach Aussagen der jüngsten Umfrage mit schlechten Konjunkturnoten und verhaltenen Prognosen kämpft. Als gut bezeichnet die lippische IHK-Spitze die Situation am Arbeitsmarkt. Viele Unternehmen haben Neueinstellungen geplant, haben aber auch weiterhin Probleme, Fachkräfte zu finden. Das dieses Problem durch die nach und nach für den Arbeitsmarkt vorbereiteten Flüchtlinge gelöst werden kann, ist noch nicht absehbar. Bis sich Ausbildung und Sprachförderung spürbar auswirken könnten, werden aus Sicht des IHK Präsidenten sicher noch vier bis fünf Jahre vergehen.
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Export bleibt Konjunkturmotor
Lippische Wirtschaft mit weiterhin guten Geschäftsaussichten
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