1. Erste Töne und virtuoses Spiel

    Lügder Musikschüler stellten im Klassenvorspiel ihr Können vor

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    Lügde (afk). Von aufgeregt mit roten Wangen bis zur Gelassenheit reichte der Gemütszustand der Schüler der Musikschule Lügde, die zum einen erstmals vor Publikum ihr Gelerntes aus den letzten Monaten vorstellten, zum anderen aber schon als "alte Hasen" an Klavier oder Flöte ihr Können beim traditionellen Klassenvorspiel in den renovierten schmucken Räumlichkeiten in der ehemaligen Elbrinxer Grundschule unter Beweis stellten.

    Die Musiklehrerinnen Inga Avakjan (Klavier) und Marijke van der Glas (Querflöte) hatten wahrlich ganze Arbeit geleistet. "Manchmal war ich bestimmt auch zu streng", räumte Inga Avakjan ein, als sie jetzt drei ihrer Klavierschüler aus ihrem jahrelangen Unterricht entließ, die nach ihrem Abitur nun andere Wege beschreiten werden. Aber das Rüstzeug holten sie sich in der Lügder Musikschule und das dürfte nicht das Schlechteste sein wie Fynn Schaper als Abschluss und Höhepunkt mit Eroll Gardners "Misty" mit souveränem Tastenspiel ausdrucksstark bewies. Auch Giulia Ohms demonstrierte variantenreiches Spiel auf dem Klavier. Lea Rüsenberg will ihr Hobby als Grundschullehrerin mit dem Fach Musik sogar zum Beruf machen, verriet Moderatorin Marijke van der Glas. Diese Entscheidung ist für die anderen noch lange kein Thema. Wichtig ist für sie, dass sie ihren Spaß an der Musik behalten und weiter dabei bleiben. Beide Dozentinnen sind mit Herz und Seele und viel Engagement dabei und fieberten jetzt auch in diesem Vorspiel mit ihren Schülern mit. Alle durften sich die Stücke aussuchen, die sie im vollbesetzten Vorspielraum der Musikschule vorstellen wollten. Die Klavierspieler Liv Boldt, Jolina Wolf, Finja Eulitz, Carlotta Koch mit Mancinis "The pink panther" und die experimentierfreudige Lara Mirschel, gaben ihrem Leistungsstand solo und vierhändig entsprechend an den Tasten ihr Bestes, einige Flötisten spielten allein, andere im Duett und wieder andere im Halbplayback zu CD-Musikbegleitung. So entwickelte sich ein kurzweiliges kleines Konzert, das mit der siebenjährigen Josefine Jochimzik an der speziellen Kinderquerflöte eine Newcomerin erlebte, die sogar vom Notenblatt spielte. Jolin Paskarbeit, die erst seit August dabei ist, wagte sich an ein Allegretto von Pevienne, Enya Hänsch hatte sich Christina Perrys "Jar of hearts" ausgesucht und ihre Mutter Anja ein "Menuetto". Sofia Heidenreich, Marlena Gördes und Christina Marx demonstrierten schon sehr viel Reife in ihrem Flötenspiel. Der Beifall des Publikums, vorwiegend aus Eltern bestehend, war allen natürlich gewiss. Aber es durfte sich auch aktiv beteiligen, denn alle sangen und spielten gemeinsam den Abba-Hit "Thank you for the music". Marijke van der Glas, die selbst Klavierschülerin ist, sprach wohl fast allen Kindern und Jugendlichen aus der Seele, als sie humorvoll feststellte: "Das Beste am Vorspiel ist, wenn es vorbei ist."

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an