Leopoldshöhe (kd). Sänger aus Leopoldshöhe und Bläser aus Lämershagen harmonieren sehr gut miteinander. Dies wurde bei dem Konzert deutlich, das der Männergesangverein Leopoldshöhe und das Blasorchester "Teutoburger Jäger" in der Aula des Schulzentrums Nord gaben. Die rund 230 Besucher einen eindrucksvollen musikalischen Nachmittag. Draußen zeigte sich ein unwirtlicher April, im Inneren der Aula hieß es "Mit Schwung in den Frühling". Das nahmen die 36 Sänger wörtlich und starteten nach dem obligatorischen Sängergruß mit dem lebhaften "Valencia". Nach dem Winter kamen Lieder wie "Frühlingsgruß" gerade recht. Denn darin hieß es: "Sei gegrüßt viel tausend Mal, du holder, holder Frühling. Oh bleib recht lang in unserm Tal." Sie Sänger überraschten ihr Publikum nicht nur mit neuer, einheitlicher Kleidung (ganz in Schwarz mit orangefarbener Krawatte), sondern auch mit neuen Liedern. Für den ersten Teil hatten sie vor allem jene Stücke ausgewählt, die sie eigens für das Konzert mit Chorleiterin Carola Müller-Schmidt einstudiert hatten. Dazu gehörte auch das Tangolied von den "Capri-Fischern", die einst Rudi Schuricke besungen und damit der Italien-Sehnsucht der Deutschen in der Nachkriegszeit Ausdruck verliehen hat. Daran erinnerte MGV-Ehrenvorsitzende Klaus-Walter Genett, der die verbinden Worte sprach. "Über sieben Brücken musst du gehen" stammt von der Rockband "Karat", Peter Maffay nahm das Lied später ebenfalls in sein Repertoire auf. Beim Frühlingskonzert trugen es die Leopoldshöher Sänger in ihrer Interpretation vor. Der anschließende Titel "Zauber der Erinnerung" vereinte Evergreens wie "Es ist so schön am Abend bummeln zu gehen", "Salome" und "In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine". Als die Sänger dann "Heut ist der schönste Tag in meinem Leben" anstimmten, klatschten die Zuhörer spontan mit. Den Abschluss bildete "Mein Leben", ein wehmütiger Rückblick auf die zahlreichen Höhen und Tiefen eines Menschenlebens. Frank Sinatra hatte "My way" einst bekannt gemacht. Bürgermeister Gerhard Schemmel äußerte sich in einem Grußwort ebenso anerkennend über die Leistungen der MGV-Sänger wie Landrat Dr. Axel Lehmann, der zudem noch einen Briefumschlag mit einer Unterstützung an den MGV-Vorsitzenden Ernst-Udo Blöbaum überreichte. Wie die bürgerlichen Laienchöre seien auch die Laienorchester im 19. Jahrhundert entstanden, berichtete Blöbaum. Aus dem Grund sei ein gemeinsames Konzert mit den "Teutoburger Jägern" recht passend. Die 16 Musiker in der Egerländer-Besetzung fühlten sich aber ohnehin wohl in Leopoldshöhe. "Vor rund zehn Jahren sind wir schon einmal bei den Sängern aufgetreten", erinnerte sich der Vorsitzende Simon Farr. Er lobte vor allem die "überraschend gute Akustik" der Aula. "Da muss man sich als Bläser schon etwas zurücknehmen, damit es für die Zuhörer nicht zu laut klingt", sagte er. Mit einem Marsch ("Gruß aus Böhmen) und schwungvollen Polkas wie "Ungarischer Pfeffer" gewannen die "Teutoburger Jäger" das Publikum schnell für sich. Neben traditionellen Stücken widmeten sie sich auch aktuellen Kompositionen. Dazu gehörte "Happy Luxemburg" von James Last, ein Arrangement aus "My fair Lady" und ein Medley aus Hits von Tom Jones. Das Publikum klatsche den Rhythmus gern mit und verabschiedete die Gäste aus Lämershagen mit anhaltendem Applaus.
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Ein schwungvolles Konzert
Der MGV und die "Teutoburger Jäger"überzeugten
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