1. 500 Augustdorfer Soldaten in den Kosovo

    Feierlicher Verabschiedungsappell des 44. und 45. Einsatzkontingentes

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    Augustdorf (rto). Das Panzerbataillon 203 aus Augustdorf stellt ab Mai dieses Jahres rund 500 Soldatinnen und Soldaten für das 44. und 45. Deutsche Einsatzkontingent der internationalen Schutztruppe KFOR im Kosovo bereit.

    Nach intensiver Ausbildung, u.a. im Gefechtsübungszentrum des Heeres in Gardelegen (Altmark), wo einsatzspezifische Aufgaben der Einsatzkompanie wie Patrouillentätigkeiten und Wach- und Sicherungsaufgaben unter nahezu realistischen Einsatzbedingungen intensiv geübt wurden, verabschiedete der Kommandeur der Panzerbrigade 21 "Lipperland", Brigadegeneral Kai Rohrschneider, gemeinsam mit dem Kommandeur des Panzerbataillons 203, Oberstleutnant Michael Prestel, die rund 500 Soldatinnen und Soldaten im Rahmen eines feierlichen Appells. Zu dem Appell waren neben der stellvertretenden Landrätin Kerstin Vieregge und dem Augustdorfer Bürgermeister Dr. Andreas Wulf auch zahlreiche weitere politische Vertreter aus dem Kreis gekommen. Gastredner während des Appells war Michael Dreier, Bürgermeister der Stadt Paderborn, die eine Patenschaft zum Panzerbataillon hat. General Rohrschneider betonte bei seiner Verabschiedung, dass ein Einsatz von Bundeswehrsoldaten zur Friedenssicherung im Ausland seit 20 Jahren zum Normalfall gehört. Er erinnerte an Einsätze in Afghanistan, dem Irak, Somalia, Mali und wie jetzt auf dem Balkan. "Der seit 1999 andauernde Einsatz im Kosovo hat mit der Wirkung der Stabilisierung einer fortdauernden Krisenregion unverändert Bedeutung. Dass sich vergleichsweise wenige Menschen aus dem Balkan nach Mitteleuropa aufmachen, ist zu einem hohen Maß dem kontinuierlichen Einsatz unserer dort eingesetzten Soldaten zu verdanken", sagte Kai Rohrschneider. Anders als bei anderen Staatsdienern sei der Soldatenberuf darauf ausgelegt, Leib und Leben zur Erfüllung eines Auftrages einzusetzen, erinnert der General noch einmal in diesem Zusammenhang an die nicht ohne Risiko auszuübende Aufgabe. Trotz vieler nachdenklicher Momente betrachte er die Motivation und die Leistung der nun in die Einsatzgebiete gehenden Männer und Frauen mit dem Gefühl des Stolzes, beendete der Kommandeur seine Rede. Der Paderborner Bürgermeister Michael Dreier erinnerte an die Wahrnehmung der internationalen Verpflichtungen der Bundesrepublik und daran, dass Deutschland heute nicht mehr nur an den Grenzen des Landes verteidigt werde. "Ihr Einsatz geschieht zum Wohle des Deutschen Volkes. Mit ihm tragen sie zu einem dauerhaft friedlichen Leben und zur Durchsetzung unserer demokratischen Grundsätze bei", hob der Bürgermeister hervor. Michael Dreier erinnerte auch daran, dass heute Konflikte vielfach aus religiösen Gründen geführt werden oder einen terroristischen Hintergrund haben. "Wir stehen zu unserer Bundeswehr, weil wir davon überzeugt sind, dass es in Zukunft auch weiterhin leider erforderlich ist, Soldaten zu haben die unsere Sicherheit verteidigen", sagte der Paderborner Bürgermeister. Zusammen mit dem Brigadegeneral wünschte er allen Soldatinnen und Soldaten eine gute und gesunde Rückkehr. Als sichtbares Zeichen seiner Verbundenheit brachte er ein Ortsschild mit, das nach alter Tradition den Einsatz begleiten soll. Der Großteil der Soldatinnen und Soldaten wird in Prizren, dem im Süden des Landes gelegenen Hauptstandort der Bundeswehr sowie im multinationalen Hauptquartier der internationalen Schutztruppe in der Hauptstadt Pristina eingesetzt werden. Anfang 2017 werden alle Angehörigen des Bataillons in Augustdorf zurück erwartet.

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