1. Strom für den "Lipperländer"

    Pro Bahn verdeutlicht Probleme auf der Strecke Lemgo-Bielefeld

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    Kreis Lippe . Um noch mehr Lipper von der Attraktivität des Bahnverkehrs zu überzeugen, bedarf auf der Strecke Lemgo-Bielefeld weiterer Modernisierungsarbeiten. Dies verdeutlichten die beiden "Pro Bahn"-Vertreter Rudi Hüls und Willi Wächter im Detmolder Kreishaus in einem Gespräch mit dem Landrat Dr. Axel Lehmann. Die Hauptbemühungen müssten eine Elektrifizierung der Bahnstrecke sein. Die Infrastruktur sei in der jetzigen Situation nicht leistungsfähig genug. Ferner hat diese Strecke dringenden Modernisierungsbedarf für eine elektrische Oberleitung, weil die Fahrzeit für einen pünktlichen Fahrplan aktuell zu lang ist. Die Fahrgeschwindigkeit entspreche nicht mehr den augenblicklichen Anforderungen, erklärten die beiden Sprecher der Initiative. Eine Erhöhung auf 100 Stundenkilometer sei dringend notwendig. Fahplanabweichungen und damit verpasste Busanschlüsse verägerten derzeit viele der lippischen Fahrgäste. Bei einem Betrieb mit Elektrofahrzeugen und einhergehende kürzere Fahrzeit wäre sogar die Verlängerung der Strecke bis Lemgo - Schloß Brake denkbar. Für die Alte Hansestadt könnte das eine zusätzliche Attraktivität bedeuten. Auf der Verbindung nach Lemgo, aber auch nach Detmold/ Altenbeken verkehren dieselgetriebene Fahrzeuge ohne Rußpartikelfilter. "Der Leineweber" fährt ab Lage nach Detmold/ Altenbeken sogar mit Dieselmotor unter elektrischem Fahrdraht. Bei derzeitgen Erkenntnisse, dass Dieselruß erheblich gesundheitsgefährdent ist, sind solche Fahrzeuge nicht mehr tragbar. Neben diesem Hauptdiskussionspunkt standen mit Landrat Lehmann fehlende Infrastruktur wie Überholgleise und Weichenoptimierung in den Bahnhöfen Lage und Detmold auf der Agenda. Besonders der Bahnhof Lage ist als Kreuzungspunkt für einen schnellen Abfertigungsablauf bei Zugverspätungen nicht eingerichtet. Um die Finanzierungsmittel im Landesverkehrsministerium in Düsseldorf zu aquirieren wurde als nächster Schritt vereinbart, Landtagsabgeordnete als Unterstützung in einer erweiterten Diskussionsrunde einzubeziehen, um dann das Projekt bei Landesverkehrsminister Michael Groschek vorzutragen.

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