1. Originalgetreu bis ins Detail

    Zuschauer erlebten beeindruckendes Konzert mit Abba-Hits

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    Diese Melodien haben sich im allgemeinen Gedächtnis festgesetzt. "S.O.S" oder "Fernando" gehen sofort ins Ohr und bleiben haften. Auch wenn die Original-Gruppe mit Agneta, Björn, Benny und Anni-Frid nur acht Jahre existierte, ist ihre Musik auch heute noch sehr präsent. Es ist nicht allein eine Erinnerung an die siebziger Jahre, die Musik ist generationenübergreifend auch heute noch aktuell. Das wurde auch bei dem Konzert in Oerlinghausen erneut deutlich. 2003 haben sich in der Tschechischen Republik zehn Abba-Fans zusammengeschlossen, um ihren Vorbildern möglichst nahe zu kommen. Unter dem Namen "Abba World Revival" interpretieren sie die erfolgreichsten Titel möglichst originalgetreu. Werner Bauch, Vorsitzender des Vereins "Musik für gute Zwecke", hält sie für die beste Coverband und hat sie aus dem Grund nach Oerlinghausen geholt. "Da passt einfach alles", sagte er. "Vor allem spielen sie jeden Ton live. Nichts wird playback hinzugemixt." Die gesamte Arbeitsweise sei sehr professionell, meinte Bauch. So verwendet die Gruppe ähnliche Instrumente wie die schwedischen Größen und bereitete in der Aula zwei Stunden lang die Technik vor, bis Licht und Ton stimmten. Beim Auftritt in Oerlinghausen wurde die Gruppe ihrem Ruf gerecht. Die Musiker und vier Sängerinnen beeindruckten ausnahmslos sämtliche Zuschauer, unter ihnen die Landtagsabgeordnete Ute Schäfer, Landrat Dr. Axel Lehmann und Bürgermeister Dirk Becker. Mit "Waterloo" siegte Abba 1974 im European Song Contest und wurde daraufhin schlagartig bekannt. So lag es nahe, dass auch die Revival-Band diesen Titel an den Beginn ihres Konzerts setzte. Dann folgten die weiteren Hits wie "Money, Money, Money" oder "When I kissed the teacher" in schneller Folge. Es waren lauter Drei Auftritte waren angekündigt. Der zweite Teil war etwas verhaltener, doch beim dritten Set drehte die Gruppe noch einmal auf. Viele Zuschauer hielt es jetzt nicht mehr auf den Stühlen. Sie nutzten den Platz unmittelbar vor der Bühne als Tanzfläche und konnten den Musikern außerdem recht nah kommen. Als Zugabe hieß es dann sicher zu recht "Thank you for the music". Als der SPD-Stadtverband gefragt wurde, ob er das Konzert nicht unterstützen möchte, sei die Entscheidung nicht schwer gefallen, sagte Peter Heepmann, stellvertretender Vorsitzender der Sozialdemokraten. "Wir wollten mal etwas Neues ausprobieren. Für den Tanz in den Mai ist diese Art von Musik wesentlich besser geeignet als Jazz, wie in den früheren Jahren." Auch der neue SPD-Vorsitzende Daniel Schollmeyer sprach von einem gelungenen Abend. Ob und wie die Zusammenarbeit fortgesetzt werde, müsse noch besprochen werden. Für einen Zuschauer war das Konzert besonders erfreulich. Der CVJM-Ehrenvorsitzende Bernd Oberschelp erhielt aus dem Überschuss von "Musik für gute Zwecke" eine Spende von 1.000 Euro. "Die Arbeit des CVJM hat uns beeindruckt, deshalb möchten wir sie unterstützen", erklärte der Vereinsvorsitzende Bauch. Mit dem Geld kann jetzt der CVJM-Bulli repariert werden. Er ist 18 Jahre alt und bereits 300.000 Kilometer gelaufen.

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