1. Neues Verhalten, neue Wege

    Vertreter der Leopoldshöher Sportvereine trafen sich letztmalig in der Festhalle

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    Leopoldshöhe-Asemissen (kd). In den 17 Leopoldshöher Sportvereinen sind 4.500 Bürger organisiert. Ihre Interessen vertritt der Gemeindesportverband (GSV). Der Verband hielt seine Jahresversammlung jetzt zum letzten Mal in der Festhalle Asemissen ab. Der Ort war bewusst gewählt worden. "Für mich hat in der Festhalle alles angefangen", berichtete Fritz Brokbartold. "Als ich 1981, vor 35 Jahren, zum Geschäftsführer gewählt wurde, war meine erste Aufgabe, den Sportlerball zu organisieren." Viele Jahre wurde hier gefeiert, doch rauschende Feste gibt es in der Halle längst nicht mehr. Das 1969, also vor 47 Jahren, errichtete Gebäude wird es schon bald nicht mehr geben. Dies hat der Gemeinderat beschlossen. "Das Freizeitverhalten hat sich geändert, die Anwohner akzeptieren laute Musik in der Nacht heute nicht mehr und die Substanz des Gebäudes hat gelitten", stellte Bürgermeister Gerhard Schemmel fest. Er informierte die Mitglieder des GSV über die neuen Pläne. Da viele junge Familien nach Asemissen ziehen, werde heute anstelle einer Festhalle ein weiterer Kindergarten benötigt. Als das Land NRW zu Beginn des Jahres eine Sonderförderung ausschrieb, hat sich Leopoldshöhe sofort beworben. "Unser Antrag wurde akzeptiert, wir haben unerwartet 800.000 Euro erhalten", sagte Schemmel. Das Konzept sieht anstelle der Festhalle den Bau eines Kindergartens vor. Im ersten Stock sollen barrierefreie Wohnungen für Senioren entstehen. Das benachbarte alte Sporthaus wird in einen Treffpunkt für Vereine, Flüchtlinge und Anwohner umgewandelt. Nach den Förderrichtlinien müssen die Arbeiten im kommenden Jahr abgeschlossen sein. Die Sporthalle bleibe auf jeden Fall erhalten, versicherte Schemmel, "denn das wäre ein zu großer Verlust gewesen." Der Bürgermeister zeigte sich überzeugt: "Dieses Konzept hat Zukunft, genauso wie seinerzeit die Festhalle." Gerd Brüning, der den Kreissportbund vertrat, geriet daraufhin ins Schwärmen. Er lobte nicht nur den gesamten Plan, sondern sah auch eine große Chance, wenn ein Sportverein den Kindergarten betreiben würde. "Das wäre ein Traummodell, daraus einen Sport-Kindergarten zu machen. Das trägt sich", sagte er und wies auf ähnliche Beispiele hin. Der Gemeindesportverband kümmert sich bereits jetzt um die Integration von Flüchtlingen. Jeden Dienstag wird Fußball in der Dreifachhalle angeboten. "Es sind vor allem junge Männer", berichtete Geschäftsführer Brokbartold. "Sie kommen aus acht verschiedenen Nationen, aber Fußball können alle spielen." Einzelne Flüchtlinge haben sich auch Vereinen angeschlossen. Eine Teilnahme an Turnieren im Volleyball, Tischtennis und Basketball ist aber aus bürokratischen Gründen oft schwierig. Auch wenn die Gemeinde keine Finanzmittel für große Investitionen hat, konnten doch sämtliche Sportstätten gesichert werden, sagte Andreas Brinkmann, der Vorsitzende des GSV, in seinem Jahresbericht. Bürgermeister Schemmel erklärte, dass in den kommenden Jahren weitere Sportplätze saniert werden sollen. "Eine Vollfinanzierung wird aber zukünftig wohl nicht mehr möglich sein." Bei den turnusgemäßen Wahlen zum Vorstand wurde Ernst-Rainer Grote als zweiter Vorsitzender wiedergewählt. Die Position der Frauenwartin bleibt vorläufig unbesetzt. Da Fritz Brokbartold das Amt des Geschäftsführers nach 35 Jahren niederlegte, wurde Heike Holzapfel zur Nachfolgerin gewählt. Der Vorsitzende Brinkmann dankte ihm für das lange Engagement. Er habe vieles bewegt und sich vor allem der Organisation der Familienfreizeiten gewidmet.

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