1. Schnell und zugleich sicher handeln

    Bei einer Übung wurde die Zusammenarbeit zwischen den Hilfskräften trainiert

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    Oerlinghausen-Helpup (kd). In der Goldstraße in Helpup bot sich ein dramatisches Bild: Zwei Personenwagen lagen am Straßenrand, der eine auf der Seite, der andere auf dem Dach. Die vier Insassen sind eingeklemmt. Hier muss sofort Hilfe geholt werden. Ein Fall für die Feuerwehr. Bereits fünf Minuten nachdem der Notruf einging, war der erste Einsatzwagen der Freiwilligen Feuerwehr Helpup zur Stelle. Einsatzleiter Matthias Bracht erkundete zunächst die Lage und stellte fest, wo und wie sich die Unfallopfer befinden. Er entschied sich dann für eine patientenorientierte Rettung. Das bedeutet, dass die Unfallopfer so schonend wie möglich aus den Wagen befreit werden. Kurz darauf trafen zwei weitere Fahrzeuge des Löschzuges Helpup ein, 15 Minuten nach der Alarmierung kam zur Unterstützung noch ein Fahrzeug aus Oerlinghausen hinzu. Aus Bad Salzuflen eilten zwei Fahrzeuge der Johanniter-Unfall-Hilfe herbei. Seit Anfang des Jahres hatte Michael Korte das Szenario geplant. Für die Übung stellte die Autoverwertung Wodtke die beiden "Unfallwagen" zur Verfügung, Garten- und Landschaftsbau Wilhelmi erlaubte den Platz zu nutzen. Die vier "Verletzten" wurden von Feuerwehrangehörigen gemimt, die zuvor von den Johannitern realistisch geschminkt worden waren. Am Unfallort gingen die Feuerwehrleute nach dem erlernten Schema vor: Die Unfallopfer werden angesprochen und beruhigt, auf einer Decke mit eingezeichnetem Plan werden die Geräte gelagert. Ein Stromaggregat wurde in Gang gesetzt, Schläuche ausgerollt, um bei einem Brand sofort löschen zu können. Während ein Team einen hydraulischen Spreizer ansetzt, um sich den Eingeklemmten zu nähern, stabilisiert ein zweites Team zunächst den auf dem Dach liegenden Wagen mit Hilfe von Keilen. Währenddessen versorgen ein Notarzt und Rettungssanitäter der Johanniter die Verletzten noch während sie sich in den Fahrzeugen befinden. Ruhig und besonnen gehen die Feuerwehrleute vor und sind bemüht, jede Aufgeregtheit zu vermeiden. Jede Maßnahme wird zuvor genau abgesprochen. Unterdessen ist aufgefallen, dass am Unfallort auch noch ein Fahrrad liegt. Bei der Suche wird der Radfahrer etwas abseits, versteckt in hohem Gras entdeckt. Er hat sein Bewusstsein verloren. Schnell kümmern sich die Johanniter auch um ihn. Allmählich sind die Feuerwehrleute zu den Fahrzeuginsassen vorgedrungen. In dem einen Fall wurde das Dach aufgeschnitten, bei dem anderen Wagen haben sich die Aktiven einen Zugang durch das rückwärtige Fenster verschafft. Es ist nicht leicht, in der schweren Uniform in den Innenraum des Wagens zu gelangen. Vorsichtig legen die Feuerwehrleute die "Verletzten" auf eine stabile Schiene, um sie ins Freie holen zu können. Eine Dreiviertelstunde nach Beginn der Übung erhält Wehrführer Thomas Kronshage ein Notruf: Unfall auf der Tunnelstraße. Kronshage hatte als Zuschauer das Geschehen verfolgt, jetzt muss er wieder seine echte Rolle übernehmen. "Abbruch, wir rücken ab", befiehlt er. Aus der Übung wurde unversehens Ernst. "Ziel der Übung war es, das Zusammenspiel der Hilfsorganisationen und der bedien Löschzüge zu vertiefen", erläuterte Michael Korte. "Auch die Betreuung der betroffenen Personen sollte trainiert werden." Auch wenn die Übung nicht vollständig beendet werden konnte, zeigte er sich mit dem Ergebnis zufrieden. "Die Ausrückezeit war wie gewünscht. Die Übung alles in allem ein voller Erfolg", lautete sein Fazit.

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