LAUENAU (al). Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Schaumburg (AWS) tut sich offenbar schwer mit einer Forderung aus dem Flecken Lauenau, hier eine Annahmemöglichkeit für Elektroschrott zu bieten. Trotz mehrmaliger Nachfrage aus dem Rodenberger Rathaus sei bislang keine Reaktion erfolgt. Nun rügt die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen das Schweigen der Müllexperten.
Deren Sprecher Karsten Dohmeyer erinnerte jetzt daran, dass nach zwei Sammelaktionen mit großen Mengen von Elektroaltgeräten der Lauenauer Verwaltungsausschuss empfohlen habe, zweimal jährlich haushaltsübliche Elektroaltgeräte anzunehmen. Schließlich lägen die offiziellen Annahmestellen für die hiesigen Einwohner viel zu weit entfernt. Würden sie sich dennoch wegen fachgerechter Entsorgung auf den Weg machen, trübe dies unnütz die CO2-Bilanz. Müssen alte Kühlgeräte länger zwischengelagert werden, könnten sogar Schadstoffe austreten. Und wer sich der defekten Geräte mittels Restmüll entledigen wolle, störe den gewollten Rohstoffkreislauf. "Dies alles ist den durch Bund, Land und Kommunen beschlossenen Klimazielen wenig zuträglich", schreibt Dohmeyer an die AWS. Deshalb verlangt er nun endlich eine Antwort und stellt sich damit an die Seite von Gemeindedirektor Sven Janisch. Dieser hatte zuletzt Anfang letzter Woche nachgefragt – und ebenfalls keine Antwort erhalten.