Kreis Lippe. Die Konjunkturlage bleibt die stabil und damit steigen auch weierhin die Chancen für Jobsuchende. Der Arbeitsmarkt in Lippe hat sich im Vergleich zum Vorjahresmonat erfreulich entwickelt. Auch der Vergleich zum Vormonat fällt positiv aus, so dass die Detmolder Arbeitsagentur derzeit 12.814 arbeitslose Lipper registriert hat. Diese Zahlen bedeuten eine aktuelle Arbeitslosenquote von 7,1 Prozent. "Der Frühlingsaufschwung sorgt für sinkende Arbeitslosigkeit und für vermehrte Beschäftigungschancen für Arbeits- und Ausbildungssuchende. Wer aktuell auf Jobsuche ist, sollte die Dynamik des Marktes nutzen und auf die Vermittlungstätigkeiten der Arbeitsvermittlung und Berufsberatung der Detmolder Arbeitsagentur zurückgreifen", so der Appell von Heinz Thiele, Leiter der Agentur für Arbeit Detmold.
Im April meldeten sich im Kreis Lippe 2.035 Personen neu oder wieder arbeitslos; 2.428 Frauen und Männer meldeten sich im aktuellen Monat April aus der Arbeitslosigkeit ab. Im Rechtskreis SGB III (Versicherungsbereich) liegt die Arbeitslosigkeit im aktuellen Mo-nat bei 3.445, das sind 326 Personen weniger als im Vormonat und 300 weniger als im Vorjahr. Im Rechtskreis SGB II (Grundsicherung) gab es im April 9.369 Arbeitslose. Das ist ein Minus von 54 Personen gegenüber März. Im Vergleich zum April 2015 sind es 109 Arbeitslose weniger. Die Jugendarbeitslosigkeit (unter 25 Jahren) ist im Vergleich zum Vormonat um 72 Personen oder 5,1 Prozent auf 1.341 gesunken. Die altersspezifische Arbeitslosenquote liegt ak-tuell bei 6,6 Prozent (Vormonat: 7,0 Prozent). Auch bei den Älteren (über 50 Jahre) kam es zu einem Rückgang der Arbeitslosenzahl im April gegenüber März. Die Zahl reduzierte sich um 132 (5,5 Prozent) auf 2.258 Arbeitslose. Hier liegt die Arbeitslosenquote bei 6,3 Prozent. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ging im April ebenfalls leicht um 48 oder 0,9 Prozent auf 5.580 zurück. Aktuell sind 2.703 ausländische Arbeitnehmer von Arbeitslosigkeit betroffen, acht weniger als im Vormonat. Arbeitgeber meldeten im April 547 neue Arbeitsstellen, das waren 18 weniger als vor ei-nem Jahr. Seit Jahresbeginn wurden 2.371 Arbeitskräfte neu nachgefragt, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 255 oder zwölf Prozent. Die robuste Kräftenachfrage spiegelt den stabilen Konjunkturverlauf wider. Am Monatsende waren 1.586 Stellen zur Besetzung offen. Die meisten Arbeitskräfte werden aktuell im Bereich Produktion und Fertigung (677 Stellen) und im Bereich Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung (286) nachgefragt. Aber auch aus dem Bereich Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit (172) liegen vielfältige Stellenangebote vor. Die geringste Arbeitslosenquote in Lippe – nach einzelnen Diensttellen ausgewertet – herrscht mit 5,6 Prozent im Bereich der Geschäftstelle Lemgo. Aufsteigend folgen die Geschäftsstelle Blomberg (6,4 Prozent), Geschäftsstelle Bad Salzuflen (7,2 Prozent) und die Hauptagentur Detmold (8,0 Prozent). Vergleichsweise günstig entwickelte sich die Arbeitslosigkeit damit – wie im Vormonat - in Bad Salzuflen, wo der Bestand an Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat um fünf Prozent fiel. Der Arbeitsmarkt in Ostwestfalen-Lippe entwickelte sich im Frühjahr im saisonüblich positiv. Mit 68.759 Arbeitslosen lag die Zahl um 1.528 Personen niedriger als im März und um 2.271 Personen oder um 3,2 Prozent unter der des Vorjahres. Ost-westfalen-Lippe hat damit im Jahresvergleich - neben dem Rheinland – den kräftigsten Rückgang der Arbeitslosigkeit in den NRW-Regionen zu verzeichnen.