Oerlinghausen (kd). Nach einer Blutentnahme müssen die Spender ruhen und wieder zu Kräften kommen. Wer mag, kann sich kostenlos mit den notwendigen Kalorien versorgen. Beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Oerlinghausen kümmert sich eine Gruppe von Freiwilligen um die Bewirtung. "Früher gab es vier Scheiben belegtes Brot, das war es schon", erinnert sich Ulla Neumann. "Heute richten wir ein Büfett mit ganz unterschiedlichen Zutaten her." Ulla Neumann ist sich schon seit mehr als 15 Jahren für das leibliche Wohl der Spender zuständig. In Oerlinghausen bietet das DRK pro Jahr fünf Blutspendetermine an. "Es ist im Voraus ganz schwer abzuschätzen, wie viele wohl kommen werden und wie viel gegessen wird", sagt Ulla Neumann. Meistens rechnet sie mit 120 bis 130 Personen. Am Tag der Blutspende heißt es dann: Großeinsatz in der Küche der Heinz-Sielmann-Schule. Ab 14 Uhr werden die Tische gedeckt, die Zwiebeln für die Mettbrötchen geschnitten, Kaffee gekocht. Rund 100 Brötchen und fünf Brote müssen aufgeschnitten und belegt werden. Ferner ist Kuchen im Angebot, frische Paprikastreifen sorgen für die Vitaminzufuhr, Cola, Wasser und Kaffee werden zur Selbstbedienung bereit gestellt. "Wir sind ein eingespieltes Team, alle wissen genau, was zu tun ist", sagt Ulla Neumann. Am beliebtesten sind die mit Mett und mit Ei belegten Brötchen. Aber auch die Heißwürstchen und der Kartoffelsalat sind gefragt. Wichtig ist dem Team, dass alle Speisen immer frisch angerichtet werden. "Wir möchten ja nicht, dass das Mett hinterher ganz grau ist", meint Ulla Neumann. Die Lebensmittel werden heute allerdings angeliefert. Dafür werden bewusst ausschließlich heimische Firmen in Anspruch genommen. "Früher haben wir diese Aufgabe auf fünf bis sechs Helferinnen verteilt", berichtet Ulla Neumann, die in die Fussstapfen ihrer Schwiegermutter getreten ist. "Wenn man nicht mehr vorkochen muss, ist das schon eine Erleichterung." In früheren Zeiten mussten auch noch die schweren Porzellanteller vom DRK-Zentrum an der Hermannstraße zur Heinz-Sielmann-Schule geschafft werden. Das war stets ein enormer Aufwand, inzwischen können alle Materialien in der Schule gelagert werden. Die Erholungsphase der Spender ist auch eine gute Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen. "Mir ist es auch wichtig, mit einigen der Spender zu sprechen", meint Ulla Neumann. "Man trifft sich hier und kann noch ein bisschen klönen." Doch dafür bleibt nicht allzu viel Zeit. Denn ständig kommen neue Spender, die nach der Blutabnahme einen Heißhunger verspüren. Dann müssen die Helferinnen schnell für Nachschub sorgen, schließlich erwarten die Spender einfach, dass sie sich satt essen können. Nach sieben Stunden, wenn die letzten Teller gespült und Tische abgeräumt sind, hat das Küchenteam endlich Feierabend. Der Lohn: "Von den Spendern und dem Team des Blutspendedienstes werden wir immer gelobt", berichtet Ulla Neumann. "Vor allem, dass wir selbst an den Blumenschmuck auf den Tischen denken." Zum jüngsten Blutspendetermin sind 105 Freiwillige erschienen, unter ihnen waren vier Erstspender. Für langjährige Treue wurden Ramona Steinchen (25 Spenden), Jörg Wedderwille und Lothar Treiber (je 60 Spenden) und Ulrike Kohlmeier (80 Spenden) geehrt.
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Frische Kraft durch frische Kost
Mit belegten Brötchen können sich die Blutspender wieder erholen
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