1. Endlich wieder Straßentheater!

    Pfingstwochenende vom 13. bis 16. Mai in Detmold

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    Detmold (ab). Es war sommerlich heiß, gutgelaunte Menschen ließen sich von internationalen Künstlern und Ensembles in der ganzen Stadt unterhalten. Nun sind zwei Jahre endlich rum, und das nächste Europäische Straßentheaterfestival steht in den Startlöchern. Am Pfingstwochenende vom 13. bis 16. Mai machen 16 Gruppen und Einzelkünstler aus 8 Ländern die Stadt zur Open-Air-Bühne. Los geht es aber bereits eine gute Woche vorher am Hangar 21. Die Veranstaltung heißt wieder offiziell "Bildstörung". Der Name sei bewusst gewählt, erklärt Kulturteam-Leiter Reinhold Seeg, denn man habe immer noch den Anspruch, das Ambiente der historischen Altstadt zu stören und zu verändern. Das erste Festival gab es 1991, daher feiere man im Grunde das 25-jährige Jubiläum. Ursprünglich sei es ein Fest der Anarcho-Szene gewesen – heutzutage erwarten die Veranstalter wieder bis zu 100.000 Besucher über Pfingsten. Dafür müsse natürlich das Wetter wieder mitspielen. Das Festival sei eine Chance, auszuloten, welche Rolle der öffentliche Raum in der Gesellschaft einnehmen kann, sagte Sabine Kuhfuß vom Kulturteam. Viele Gruppen setzen sich mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Fragen auseinander. Tänzerisch gehen die Ensembles "Southpaw Dance Company", "Arch8 – Erik Kaiel", "Cie. Ex Nihilo" und die "Asphalt Piloten" heran. Szenisch und theatralisch sind die Aufführungen der "Cie. Kumulus", "KompleX KapharnaüM", "Cie Tout Est Son Contraire" und dem "TheatreFragile". Rund 60 Aufführungen werden es insgesamt sein, darunter auch zwei Weltpremieren. Wind macht Musik 
in den "Harmonic Fields" Bereits acht Tage vor dem Start des Straßentheaterfestivals eröffnet ein ungewöhnliches Projekt des Künstlers Pierre Sauvageot. 500 Windobjekte – Windharfen, Glockenspiele, Klangschalen, Trommeln, Celli und Flöten – baut der Franzose auf der Wiese vor dem Hangar 21 ab kommenden Montag auf. Der Wind wird zum Musiker und Dirigenten dieser "Harmonic Fields" und erzeugt Klänge. Sauvageot sorgt für eine ausgeklügelte Balance aus Klang und Struktur. Das Musikerlebnis wird außerdem beeinflusst durch die Zuhörer, die sich zwischen den Windinstrumenten bewegen. Eröffnet wird das Projekt am Freitag, 6. Mai um 18 Uhr. Vom 7 bis 10 und 12. bis 16 Mai ist es jeweils von 14 bis 20 Uhr geöffnet. "RefugeeOrigami
CampDetmold" Als "Faltanleitung für eine neue multiethnische Gesellschaft" versteht der Kölner Künstler Frank Bölter sein Projekt "RefugeeOrigamiCampDetmold" im Rosental. Vom 9. bis 16 Mai geht es um die Fragen wie unsere Gesellschaft morgen aussieht und wie wir zum Gelingen der großen Aufgabe "Integration" beitragen können. Gemeinsam mit Geflüchteten werden lebensgroße Papierhäuser nach der Origamifaltanleitung errichtet. Im weiteren Verlauf des Camps wird innerhalb diverser Workshops gemeinschaftlich Bier und Brause gebraut, Brot gebacken und Schwarzwälderkirschtorte confiseriert. Weitere Vorschläge sind willkommen. Mehr zum Straßentheaterfestival in einer der kommenden Ausgaben von "Lippe aktuell" und online auf "www.strassentheater-detmold.de".

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