1. Der Traum vom Fliegen

    Tanzwerkstatt bringt großartiges Tanzstück auf die Bühne

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    Bad Salzuflen (rto). Der ewige Traum der Menschheit vom Fliegen, einige Zeilen eines Liedes von Reinhard Mey sowie ”Wolke 7”, als auch die etwas niedriger angeordnete ”Wolke 4”, mögen die Inspirationen von Nadine Königs neustem Tanzstück "… fühlt sich an wie Fliegen an" gewesen sein, das sie jetzt zusammen mit ihren Schülerinnen auf die Bühne des Kurtheaters gebracht hat. Wenn Nadine König etwas auf die Bühne bringt, dann stellt sie immer große Ansprüche an die Aufführung. Diese Anforderungen wurden am Wochenende an den beiden Auftrittsnachmittagen voll erfüllt. Fast eineinhalb Stunden dauerte das avantgardistisch anmutende Stück ohne Pause, das sich mit vielen Melodien und gekonnten Choreografien mit dem Menschentraum vom Fliegen beschäftigte. Immer wieder sprangen Ballerinen gekonnt und die Schwerkraft aufheben wollend über die dekorationsfreie, aber mit Licht fantastisch ausgeleuchtete Bühne. Andere Gruppen zeigten, fast wie schwebend und die Arme im Flügelschlag bewegend, die Grundzüge des Tanzstückes. Eine gelungene Mischung aus Ballett, Ausdrucks- und Showtanz war das, was das begeisterte Publikum zu sehen bekam. Modernes und klassisches Ballett, gemischt mit Street- und Latin Jazz. Insgesamt 20 Choreografien formten das moderne Tanzstück. In allen Darbietungen war die Metapher des Fliegens und des Freiseins in unterschiedlicher Form erkennbar. Jeder einzelne Tanz erzählte seine eigene fantasievolle Geschichte, die mit den Musikstücken unterschiedlicher Künstler thematisch untermalt waren. Wie viel Training dazu gehört, war bei den Aufführungen nicht mehr erkennbar. Nur die Freude am Tanz und der Präsentation war den unzähligen Tänzerinnen anzusehen. Egal, ob bei den ”Kleinen Vögeln” die mit ”Kommt ein Vogel geflogen…” zart und lieblich in die Aufführung starteten, oder dem Trio aus Sina Barnitzki, Kim Manke und Rebecca Wehmann, das mit dem Medley der Interpretation von "Flugzeuge in meinen Bauch” beeindruckte. Die ”Black Butterflys” oder die ”Kleinen Elfen” flatterten anmutig über die Bühne, um den einzigen Jungs in der Aufführung mit der Street Jazz Gruppe Platz zu machen. Dem Publikum blieb nicht nur viel eigene Fantasie während der Aufführung, sondern auch das Privileg, den Akteuren am Ende im großen Finale ausgiebig zu applaudieren. Wie "Über den Wolken” schwebte die Leiterin der Tanzwerkstatt, Nadine König, da zwischen den vielen Mädchen und jungen Frauen auf der total gefüllten Bühne, um sich für soviel Engagement bei ihren Tänzerinnen und Dozentinnen zu bedanken. Mit ihren Auftritten sorgt sie so auch für ein Stück Kulturarbeit in der Region.

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