1. Das Zirkuszelt wurde zum Klassenzimmer

    Grundschüler schnuppern während einer Projektwoche Zirkusluft

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    Detmold-Hiddesen (ck). Der alltägliche Schultrott wurde kürzlich in der Grundschule Hiddesen durch eine Zirkus-Projektwoche unterbrochen. Statt das Lesen, Schreiben und Rechnen zu üben wurde am Trapez geturnt, Clownsnummern, Artistik, wagemutige Akrobatikeinlagen, "Hochseilakrobatik", Luftringübungen und Kleintierdressuren eingeübt. Einfach alles, was einen richtigen Zirkus ausmacht, und um zu kleinen Stars in der Manege zu werden. Und das alles ohne Noten zu bekommen.

    "Es wird genau darauf geachtet, dass die jeweiligen Einlagen auf die Altersgruppen abgestimmt sind", sagt Schulleiter Stephan Fromme. Und dann erlebte die Grundschule mit dem Projektzirkus "Jonny Casselly", was an Begabung und Mut in den Ein- bis Viertklässlern steckt. Souverän, in graziler und galanter Körperhaltung, präsentierten alle ihr Gelerntes. Sie begeisterten während der vier Vorführungen ihr Publikum, das mit Kindergartenkindern und stolzen Eltern und Großeltern besetzt war. Die Zirkusfamilie Kaselowski vom "Zirkus Casselly" hatte ihr Zelt hinter der Schule aufgeschlagen. Im Gepäck hatten sie Ziegen, Hunde und Tauben, mit denen die Schülerinnen und Schüler unter genauer Anleitung trainierten. Im Unterricht und während der Arbeit mit der Zirkusfamilie erfuhren die Kinder alles rund um den Zirkus. Geübt wurde auch in den Klassen, auf den Fluren und in der Sporthalle. Teamarbeit, Verantwortung für sich und die anderen standen im Vordergrund, aber auch Mut und Entschlossenheit. Geschick und Ausdauer erleichterten so manche akrobatische Übung. Bevor der Zirkus vor Ort war, durften die angehenden Jung-Artisten drei Wünsche äußern. "Wir haben versucht bei jedem Schüler den ersten Wunsch zu erfüllen", erinnert sich Fromme. "Der Zirkus ist zum dritten Mal in einem Vierjahresrhythmus bei uns, dadurch erhält jeder Schüler die Gelegenheit einmal Zirkusluft zu schnuppern.", erzählt Fromme, der sichtlich stolz die artistischen Leistungen seiner Rasselbanden während der Vorführung verfolgte. Gleichfalls ist er froh und dankbar für die Mithilfe der Elternschaft, ohne die so ein Projekt nicht durchgezogen werden könnte.

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